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Den Wald kennenlernen: Kinder nehmen an besonderer Aktion teil

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Von: Jona Wiechowski

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Bei der zweiten Aufgabe waren fünf Baumarten mit den Buchstaben A, B, C, D und E gekennzeichnet. Auf dem Aufgabenzettel mussten die Kinder, hier von der Werdohler Gemeinschaftsgrundschule, die Buchstaben den richtigen Blattabbildungen zuordnen.
Bei der zweiten Aufgabe waren fünf Baumarten mit den Buchstaben A, B, C, D und E gekennzeichnet. Auf dem Aufgabenzettel mussten die Kinder, hier von der Werdohler Gemeinschaftsgrundschule, die Buchstaben den richtigen Blattabbildungen zuordnen. © Wiechowski, Jona

Den Wald erleben konnten am Freitag Dutzende Schüler, die an den Waldjugendspielen teilgenommen haben. Dabei ging es auch um aktuelle Themen.

Werdohl – „Im Wald bitte nicht frühstücken – wir haben es in diesem Jahr mit vielen Wespen zu tun.“ Diese und weitere Tipps gab Waldpädagoge Axel Dohmen Schülern am Freitag mit auf den Weg. Denn einmal mehr haben die Waldjugendspiele stattgefunden. Insgesamt rund 160 Schüler der Werdohler Grundschulen und von der Waldorfschule Neuenrade haben mitgemacht – und den heimischen Wald auf vielfältige Art und Weise entdeckt.

Nachdem Dohmen, der für die Waldschule des Regionalforstamts Märkisches Sauerland tätig ist, die Spielregeln erklärt hatte, ging es begleitet von jeweils einem Erwachsenen in kleinen Gruppen los. 23 Fragen galt es auf einem rund vier Kilometer langen Rundweg zu beantworten, dessen Start- und Zielpunkt am Friedhof an der Landwehr war. Die erste Frage drehte sich um das richtige Verhalten im Wald. Bei der zweiten mussten die Kinder Buchstaben den richtigen Blattabbildungen auf dem Fragebogen zuordnen. Dafür waren verschiedene Bäume mit Buchstaben versehen.

Waldpädagoge Axel Dohmen erklärte den einzelnen Gruppen die Spielregeln der Waldjugendspiele.
Waldpädagoge Axel Dohmen erklärte den einzelnen Gruppen die Spielregeln der Waldjugendspiele. © Wiechowski, Jona

Andere Aufgaben drehten sich darum, welche Tiere häufig nachts im Wald angetroffen werden können oder warum Waldfrüchte wie Brombeeren, Himbeeren oder Walderdbeeren vor dem Essen erst abgewaschen werden sollten. An einem Bach mussten die Kinder die Wassertemperatur schätzen.

Gut aufpassen und alles entdecken

„Bei den Fragen geht es auch um aktuelle Themen, wie den Borkenkäfer, der uns jetzt seit vielen Jahren beschäftigt“, erklärt Frank Bossong, der die Aktion als Neuenrader Förster begleitete. „Ziel der Waldjugendspiele ist, den Kindern den Wald näher zu bringen.“ Denn: Die Entfernung vieler Kinder (und Eltern) zu den natürlichen Grundlagen sei heutzutage beträchtlich, erklärte der Förster. Viele könnten heute Blätter einzelner Bäume nicht mehr zuordnen.

Die Kinder für den Wald sensibilisieren, das ist auch Axel Dohmen ein Anliegen. Die Kinder sollten genau hinschauen, um spannende Sachen zu erkennen, den heimischen Wald neu wahrzunehmen und mit Freude dort hingehen. Genau darum drehte sich auch eine Aufgabe am Freitag. Aufgebaut war ein kleiner Entdeckungspfad. Etwa auf Augenhöhe hingen sechs verschiedene Gegenstände wie kleine Bleistifte. Hier mussten die Schüler dann ganz genau hinschauen, um auch wirklich alles zu erkennen.

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