Demenzcafé in Werdohl

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Gudrun Siebert hat Flyer und Plakate verteilt, mit denen für das Demenzcafé und den Hausbesuchsdienst geworben werden soll.

WERDOHL - Mit Flyern und Plakaten in Arztpraxen, Apotheken und einigen Geschäften in der Innenstadt werben die Stadt, die Werdohler Wohnungsgesellschaft (Woge) und die Stadtklinik für das geplante Demenzcafé und den Hausbesuchsdienst. Beide Angebote sollen Mitte September starten, wie Verwaltungsmitarbeiterin Gudrun Siebert jetzt im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte.

Das Demenzcafé soll ab Donnerstag, 19. September, regelmäßig einmal in der Woche zwischen 8 und 12 Uhr im Gemeinschaftsraum des Woge-Neubaus an der Danziger Straße stattfinden. Ob es einen Bringedienst geben werde, stehe indes noch nicht fest. „Fragen die Angehörigen der Erkrankten dieses Angebot nach, kümmern wir uns selbstverständlich um einen solchen Service“, verspricht Gudrun Siebert schon jetzt.

Zwölf Ehrenamtliche sind laut Siebert in einem 30-stündigen Kursus speziell geschult worden. Dabei sei die Stadt Werdohl vom Demenzservicezentrum Dortmund unterstützt worden, das die Ausbildung bezahlt habe.

Die Ehrenamtlichen werden die Café-Besucher donnerstags in der Zeit von 8 bis 12 Uhr betreuen – übernehmen aber keine pflegerischen Arbeiten wie beispielsweise das Wechseln von Windeln. „Es soll gesungen, gemalt und gespielt werden“, erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin das Konzept des Betreuungsangebotes an der Danziger Straße. Gleichzeitig sollen die Erkrankten aber auch die Möglichkeit haben, sich während der Betreuungszeit zurückzuziehen. Für Kaffee und Kuchen werde ebenfalls gesorgt.

Neben dem Demenzcafé bestehe auch die Möglichkeit, die demenziell Erkrankten zu Hause zeitlich abgestimmt auf die Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen betreuen zu lassen, so Siebert weiter. Doch bevor die Betreuung in den eigenen vier Wänden starten könne, soll es einen ersten Hausbesuch geben. „Dann schauen wir ob die Chemie zwischen den Ehrenamtlichen und den Erkrankten stimmt“, erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin. Sei dies der Fall, werde das weitere Vorgehen abgestimmt.

Finanziell abgesichert seien die Angebote durch die Leistungen der Pflegeversicherung.

Ferner möchte Gudrun Siebert in Zusammenarbeit mit den übrigen Kooperationspartnern eine Angehörigenschulung über zwölf Stunden zum Thema Demenz anbieten. Auch versucht sie derzeit, eine dreiteilige Vortragsreihe zum Thema Demenz in der Stadtbücherei auf die Beine zu stellen. Diese solle im Herbst stattfinden.

Angehörige, die sich für das Demenzcafé, den Besuchsdienst oder eine mögliche Schulung für Angehörige interessieren, melden sich bei Gudrun Siebert im Werdohler Rathaus, Tel. 0 23 92/91 72 67.

Von Ute Heinze

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