Delfin 4 bringt erkennbare Erfolge

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Christel Kringe (r.) von der Grundschule übernahm die Elterninformation für den Bereich der Grundschulen. ▪

WERDOHL ▪ Was ein Kind können sollte, bevor es in die Schule geht – das war Inhalt der Informationsveranstaltung der Stadt für die Eltern aller Vierjährigen.

Fachbereichsleiter Michael Grabs begrüßte am Mittwoch rund 30 Väter und Mütter in der Stadtbücherei. Christel Kringe von der katholischen Grundschule stellte Arbeitsweise und Anforderungen der Grundschulen vor, Helma Neuberger vom Kindergarten St. Bonifatius informierte über die Voraussetzungen in den Kindertagesstätten und Sybille Böddecker von der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Kleinhammer/Königsburg berichtet über die Erfahrungen mit der Sprachstandserhebung Delfin 4. Darüber hinaus waren Vertreterinnen fast aller Kindertageseinrichtungen und aller Grundschulen gekommen, um den Eltern einzelne Fragen beantworten zu können. Das Angebot eines solchen Informationsabends ist verpflichtend für die Stadt Werdohl als Schulträger, die Teilnahme daran ist für die Eltern hingegen nicht bindend.

Ganz konkret ginge es um die Beantwortung der Frage, so begann Christel Kringe ihren Vortrag, wie die Eltern ihre Kinder in den zwei Jahren vor Schulbeginn unterstützen können. Dazu gab es neben den Vorträgen auch schriftliche Handreichungen am Ausgang.

Jedes Kind der Stadt habe einen Anspruch auf bestmögliche Erziehung, Bildung und Betreuung, erklärte Helma Neuberger. Christel Kringe bat die Eltern, auch bei der Entwicklung der Motorik genau hinzuschauen. „Wir erleben Kinder im ersten Schuljahr, die nicht einen Moment auf einem Bein stehen können.“ Die Schlüsselqualifikation fürs Lernen überhaupt sei aber der Spracherwerb. Kringe bat eindringlich die Eltern: „Wirken Sie intensiv auf das Sprachverhalten Ihrer Kinder ein.“

Sybille Böddecker berichtete, dass die Sprachstandserhebung Delfin 4 in den Grundschulen für „erkennbare Erfolge“ sorge. Bei Einführung des Tests vor drei Jahren seien die Grundschulen noch sehr skeptisch („schrecklich!“) gewesen. Heute sei klar, dass Früherkennung und Förderung den Kindern sehr viel nützten.

Volker Heyn

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