Afrikaner zu Gast in der Werdohler Kreuzkirche

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Pfarrer Dirk Grzegorek (rechts) mit Superintendent Mathias Bubelwar, der zugleich auch Pastor in der Gemeinde Kashozi in Tansania ist, und Hellena Lwezaura.

Werdohl - Es war doch ein etwas anderer Gottesdienst, der am Sonntagvormittag in der Kreuzkirche stattfand. Mit Superintendent Mathias Bubelwa und Hellena Lwezaura konnte Pfarrer Dirk Grzegorek zwei afrikanische Gäste begrüßen, die zu einer derzeit noch vierköpfigen Delegation aus Missenye in Tansania gehören, rund einen Monat im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg bleiben und auf verschiedene Art und Weise am Leben der hiesigen Gemeinden teilnehmen werden.

Besonderer Höhepunkt dabei: Die Einbindung in den Kreiskirchentag „himmelwärts 2017“, der kommenden Sonntag, 2. Juli, in Lüdenscheid stattfindet.

Eben wegen des Kreiskirchentages wurde der ursprünglich erst 2018 fällige Besuch, der im Wechsel jeweils alle vier Jahre stattfindet, um ein Jahr vorgezogen. Am 2. Juli wird auch der neue Bischof der Nordwestdiözese in Tansania, Dr. Abednego Keshomshahara, gemeinsam mit seiner Frau Melisa zugegen sein. Der Bischof wird im Gottesdienst zur Eröffnung des Kreiskirchentages predigen – in Deutsch voraussichtlich, denn diese Sprache beherrschen er und seine Frau.

Im Gegensatz zu ihm sprechen die anderen vier Gäste aus dem Partnerkirchenkreis Missenye Englisch oder Suaheli. Das jedoch, so erfuhr die Gemeinde am Sonntag in der Kreuzkirche, war und ist kein Hindernis. Sowohl das Grußwort zu Beginn als auch die Predigt von Mathias Bubelwa wurden von Pfarrer Dirk Grzegorek übersetzt, wenngleich das wegen der Aussprache des Gastes schwierig war.

Bubelwa, der seit 2006 das Amt des Superintendenten bekleidet und schon einmal im hiesigen Kirchenkreis zu Gast war, führte die Anwesenden auf den „Hauptpunkt“ der bevorstehenden Woche: „Gott ruft seine Leute, mit ihm zusammenzuleben in ewigem Frieden“. Daraus könne viel gelernt werden. Jesus kenne jeden und wisse, „was wir gerade denken und tun“. Er liebe jeden von uns und das solle sich auf die Menschen untereinander übertragen.

Das Programm der Missenye-Delegation ist auf Begegnungen, Austausch und ein noch besseres gegenseitiges Verstehen und Kennenlernen ausgerichtet. In Werdohl werde der Blick auch auf die Ökumene gerichtet, hieß es. Bis zum 29. Juni werden Mathias Bubelwa, Hellena Lwezaura sowie der praktische Arzt Peter Gratian und Schulleiter Audax Joseph in Werdohl und Neuenrade sein, um „möglichst vielfältige Einblicke in das kirchliche Leben aller Gemeinden vor Ort zu bekommen“.

Am Ende des Deutschland-Aufenthaltes steht der Besuch in Eiringhausen, Ohle und Plettenberg.

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