Defekter Aufzug: Bahn vertröstet weiter

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Einer der Aufzüge am Werdohler Bahnhof ist immer wieder defekt. Die Bahn lässt sich mit der Erneuerung aber Zeit.

Werdohl - Wer einen der Aufzüge am Werdohler Bahnhof benutzen möchte, muss zumindest bis Oktober noch mit auftretenden Problemen rechnen. Die Deutsche Bahn vertröstet ihre Kunden, die auf den Austausch des defekten Liftes warten, jetzt erneut.

 Rückblick: Im Jahr 2004 hat die Deutsche Bahn die drei Aufzüge am Rande des P&R-Parkplatzes, an der Vosslohstraße und am Bahnsteig errichtet, damit Bahnreisende barrierefrei über die Brücke zu den Bahngleisen und wieder zurück gelangen können. Die Aufzüge erwiesen sich in der Folgezeit jedoch als sehr störanfällig: Immer wieder blieben und bleiben Personen darin stecken. Dann muss die Feuerwehr eingreifen.

 Hartnäckige Beschwerde von Henke

Im November 2016 kündigte die Deutsche Bahn dann nach einer hartnäckigen Beschwerden des Werdohler SPD-Ratsherrn Jürgen Henke und einer Intervention des damaligen SPD-Landtagsabgeordnete Michael Scheffler dann Verbesserungen an. Der für Nordrhein-Westfalen zuständige Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG, Werner Lübberink, versprach Scheffler, noch im Jahr 2016 zusätzliche Instandsetzungsarbeiten durchzuführen, um die Ausfallhäufigkeit der Anlagen zu reduzieren. Darüber hinaus sei der Aufzug auf der Seite des Pendlerparkplatzes für einen Austausch vorgesehen, die Planungen hierfür seien bereits beauftragt.

Tatsächlich passiert ist seitdem allerdings: nichts. Auf mehrfache Nachfrage der Redaktion erklärte jetzt ein Bahnsprecher in Düsseldorf: „Die Planungen zum Austausch des Aufzugs am P&R-Parkplatz am Bahnhof Werdohl sind in Ausführung.“ Derzeit plane die Bahn mit einem Beginn des Austausches des defekten Aufzuges im vierten Quartal dieses Jahres.

 Dass ein Aufzug an einem Bahnhof für längere Zeit ausfällt, soll nach Mitteilung der Deutschen Bahn allerdings eher die Ausnahme sein. So hatte sich der Konzern bereits für das Jahr 2016 das Ziel gesetzt, die Verfügbarkeit kundenrelevanter Aufzüge und Rolltreppen in der Zeit zwischen 6 und 22 Uhr auf 95 Prozent zu steigern, in Ballungszentren sogar auf 97 Prozent. Dieses Ziel sei im Dezember 2016 erreicht worden und werde gehalten, heißt es bei der Deutschen Bahn.

 Reparaturen sollen schneller erfolgen

 Um in einem Störungsfall schneller reagieren zu können, hat die Deutsche Bahn ihre bundesweit rund 2100 Aufzüge und 1000 Rolltreppen an rund 1000 Bahnhöfen zudem mit einer Fernüberwachung ausgerüstet – auch in Werdohl. Die derart umgerüsteten Aufzüge und Rolltreppen sollen selbstständig Störungen an die Betriebszentralen der Bahnhöfe melden. Reparaturen sollen dann umgehend veranlasst werden, damit die Anlage schneller wieder für die Kunden zur Verfügung steht.

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