Vertreterinnen der AEG melden sich zu Wort

Debatte um Schulschließung: Das sagen die Schüler

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh und Reinhardt Haarmann von der Verwaltung suchten nach der Ratssitzung am Montag das Gespräch mit AEG-Schülersprecherin Madeline Neumann (rechts) und der stellvertretenden AEG-Elternpflegschaftsvorsitzenden Olivia Schürmann (3. von links).

Werdohl - Vertreterinnen der Eltern und der Schülerschaft der Albert-Einstein-Gesamtschule haben sich am Montag während der Ratssitzung zu Wort gemeldet und ihre Meinung zur Schuldebatte in Form von Fragen kund getan.

Schülersprecherin Madeline Neumann kündigte an, gemeinsam mit der Schülervertretung der Realschule eine Podiumsdiskussion veranstalten zu wollen. 

Neumann richtete an die Bürgermeisterin die Frage, ob sie an dieser Diskussion teilnehmen wolle. Voßloh sagte spontan zu, eine Diskussion sei „gut und wichtig“, schließlich spiele auch die Gefühlsebene eine Rolle. „Unbedingt“ wolle sie an einer solchen Veranstaltung teilnehmen. Im späteren direkten Gespräch zwischen den AEG-Vertreterinnen im Zuhörerraum und der Bürgermeisterin stellte sich heraus, dass es wohl nicht ganz so einfach ist, einen für beide Seiten passenden Termin zu finden. 

Sitzung in Kleinhammer

Der Rat war am Montag im Schulungsraum der Feuerwehr in Kleinhammer zusammengekommen, weil der Ratssaal durch das Wahlbüro zur Europawahl belegt ist. Auf der Tagesordnung der Politiker war das Thema Schulentscheid nicht zu finden. Dennoch hatten sich ausschließlich Vertreterinnen der AEG auf den Weg nach Kleinhammer gemacht, um vor der Sitzung Fragen zu stellen. 

Weitere Informationen zur Schulschließung gibt es hier

Den Reigen eröffnete Olivia Schürmann, die stellvertretende Vorsitzende der Elternpflegschaft der Gesamtschule. Sie fragte nach einem Schulkonzept für die Realschule, falls sich der Rat für ein Auslaufen der Gesamtschule entscheide. 

Diese Frage konnte Voßloh ebensowenig beantworten wie die Frage nach eventuellen Kosten eines denkbaren OGS-Konzeptes der Realschule. Silvia Voßloh machte stattdessen den Ablauf der Entscheidungen deutlich. Die Bezirksregierung verlange von der Stadt eine Entscheidung über den Fortbestand nur einer einzigen weiterführenden Schule. Diese Entscheidung werde der Rat spätestens am 1. Juli treffen. Erst danach müsse darüber entschieden werden, wo diese Schulform untergebracht werde und welche Angebote zum Ganztag gemacht würden. 

Schuldezernent zu Gast am AEG

Olivia Schürmann berichtete, dass die Schulkonferenz Schuldezernent Michael Okon-Gerling von der Bezirksregierung zu Gast hatte. Schürmann formulierte ihren Eindruck so: „Wir haben ein lahmes und ein gesundes Pferd im Stall. Wenn der Rat die Gesamtschule schließt, würde man auf ein lahmes Pferd setzen.“ 

Für die Elternschaft der AEG meldeten sich Gülcan Geck und Susanne Martin zu Wort. Geck betonte, dass das Abitur für Werdohl nicht wegfallen dürfe. Sie wollte wissen, mit wie vielen Schulklassen für die weiterführenden Schulen die Bürgermeisterin rechne. Voßloh sagte, dass der Elternwille nicht vorhersehbar sei. Eventuell erreiche man sogar nur eine Dreizügigkeit, wenn sich viele Eltern für die Schulformen in Neuenrade entscheiden würden. 

Im Anschluss an die Ratssitzung tauschten sich die AEG-Vertreterinnen kurz im persönlichen Gespräch mit der Bürgermeisterin und Verwaltungsmitarbeiter Reinhardt Haarmann aus

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