Dauerlösung für den ZOB

Die Variante 4 a: Der ZOB soll umgestaltet werden.

WERDOHL ▪ Der Ausbau des Zentralen Omnibusbahnhofes soll im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. Die Verwaltung hat mit Unterstützung von Experten Vor- und Nachteile verschiedener Varianten abgewogen und schlägt nun dem Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung vor, für 53 000 Euro den ZOB nach den neuen Erfordernissen gestalten zu lassen.

Im Detail sieht die favorisierte „Variante 4 a“ vor, dass ein neuer Bussteig auf der jetzigen Karlstraße errichtet wird. Die Busse würden dann den Bussteig aus Richtung Inselstraße anfahren und parallel zum Bussteig A halten. Außerdem soll die Fahrspur für den Individualverkehr auf den jetzigen Grünstreifen zwischen Aldi-Parkplatz und Karlstraße verlegt werden. „Individualverkehr ist dann allerdings nur noch einspurig in Richtung Süden (Innenstadt) erlaubt. Die Karlstraße wird für die entgegen gesetzte Fahrtrichtung ab Einmündung Heinrichstraße für den Individualverkehr gesperrt“, erläutert die Verwaltung in ihrer Vorlage. Eine Einrichtung einer Einbahnstraße in entgegengesetzter Richtung sei aufgrund des Aldi-Warenanlieferverkehrs nicht möglich. „Der Sattelschlepper würde bei jeder Anlieferung die Busspuren queren.“ Bekanntlich hat der ZOB seit der Neustrukturierung des Busverkehrsangebotes der MVG im August 2010 die Funktion einer Treffpunkthaltestelle mit fest definierten Übergangszeiten, was einen höheren Stellplatzbedarf für einen Standardlinienbus und einen Gelenkbus zur Folge hatte – und bislang nur mit einem Provisorium gelöst wurde.

Für eine dauerhafte Lösung ist ein Planungsbüro aus Sundern beauftragt worden, wobei diese eingebunden ist in das Gesamtkonzept Bahnhofssanierung. Obwohl ein Planungsbüro-Verantwortlicher dem Ustea am Dienstag die vier erarbeiteten Varianten erläutern wird, liegen die Zahlen bereits auf dem Tisch. Die Kosten für den Grunderwerb und die Baukosten belaufen sich nach einer ersten groben Schätzung auf 36 000 Euro (Variante 1), 75 000 Euro (Variante 2), 88 000 Euro (Variante 4) und 53 000 Euro (Variante 4 a). Eine weitere Variante wurde verworfen, da der Platz für die Linienbusse nicht gereicht hätte. „Nach Mitteilung der MVG sind die Umbauvarianten 4 und 4a für den Linienverkehr und für die Sicherheit der Fahrgäste am Besten umzusetzen“, heißt es in der Vorlage – wobei die Verwaltung die letztere präferiert. Denn: Eine Fahrbahnquerung sei für die Fahrgäste nicht erforderlich (Punkt Sicherheit), die erwarteten Kosten geringer (Punkt Ausgaben) und die Gefahr eines Rückstaus in Richtung Inselstraße nicht gegeben (Punkt Verkehrsanbindung). ▪ Marco Fraune

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