Gebürtiger Werdohler

„Das ist unser Lebenswerk“: Orthopädiepraxis Böhl feiert 25-jähriges Bestehen

Das Team um Dr. Gerald Böhl (hinten, 3. v. l) und Bettina Böhl (hinten, 4. v. l.) feierte das 25-jährige Praxisbestehen. Bürgermeister Andreas Späinghaus gratulierte.
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Das Team um Dr. Gerald Böhl (hinten, 3. v. l) und Bettina Böhl (hinten, 4. v. l.) feierte das 25-jährige Praxisbestehen. Bürgermeister Andreas Späinghaus gratulierte.

Silbernes Praxisjubiläum feierte am Freitag Dr. Gerald Böhl, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, mit seiner Frau und Physiotherapeutin Bettina Böhl sowie dem siebenköpfigen Mitarbeiterinnenteam. Im Gespräch erzählt der Arzt seine Geschichte.

Werdohl – Am 24. August 1996 hatten Böhls ihre Praxis an der Bahnhofstraße 9a eröffnet. „Damals war das hier noch das Möbelhaus Jentzsch“, erinnert sich Gerald Böhl. Vor der Eröffnung wurde umgebaut. Etwas mehr als 25 Jahre sind seitdem vergangen. „Wir hätten eigentlich im August feiern müssen, aber da waren wir im Urlaub“, sagt Böhl. „Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt. Das ist ein gutes Zeichen, denn es zeigt zumindest, dass das, was man tut, nicht langweilig ist.“

Dass es angenehme 25 Jahre waren, dazu hätten auch andere einen Beitrag geleistet: „Ich möchte mich bei den Werdohlern bedanken, die uns so gut angenommen haben. Und bei meinen Eltern, die mir das Studium ermöglicht haben, bei meinen Lehrern, die heute zum Teil meine Patienten sind, bei meiner Frau und bei meinen ärztlichen Kollegen“, hob der Facharzt hervor.

In den vielen Jahren habe man mehrere Generationen von Werdohlern in der Praxis kennengelernt. „Das ist das Schöne – dass man hier die Familien kennenlernt“, meint Bettina Böhl (56). Ihr Mann zeigte Fotos von der Eröffnungsfeier, zu der auch sein Professor Gerold Winzer gekommen war. Von Grund auf hatte das Ehepaar die Praxis an der Bahnhofstraße aufgebaut. „Das ist unser Lebenswerk.“ Der 61-Jährige ist darauf heute sichtlich stolz. Außerdem freut er sich, dass er immer ambulant operieren konnte – derzeit im Radprax-Krankenhaus in Plettenberg.

In den 25 Jahren habe sich das Arbeiten immer wieder verändert, berichtet der Facharzt. Erst habe die Bürokratie zugenommen, dann sei die Verwaltung von Patientendaten immer mehr digitalisiert worden. „Man lernt nie aus.“ Das bezieht Böhl auch auf medizinische Fortbildungen, die er regelmäßig besucht und die meist mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Das sei zwar manchmal stressig, halte ihn aber auch geistig fit. Das Praxisteam freut sich bereits auf die Jahre bis zum 30-jährigen Bestehen.

Mit dem Ehepaar Böhl durften am Freitag auch zwei Angestellte feiern: Seit 25 Jahren treu zum Team gehört Cristina Oliveira, 15-Jähriges feierte Marie-Christine Dockhorn.

Werdegang

Dr. Gerald Böhl wurde 1960 in Werdohl geboren und absolvierte 1979 am Burggymnasium in Altena sein Abitur. Danach studierte er an der Uni Düsseldorf Humanmedizin und erhielt 1987 die Approbation. 1989 promovierte er an der Orthopädischen Klinik der Uni Düsseldorf. Danach war er einige Jahre in der Kinderchirurgie (1987-1988) und der Unfall- und Allgemeinchirurgie (1988-1991) an der Uni Münster tätig. Von 1991 bis 1996 arbeitete der Arzt in der Sportklinik Lüdenscheid, bevor er sich 1996 als Facharzt in Werdohl selbstständig machte.

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version unseres Berichts hatten wir fälschlicherweise geschrieben, die Praxis sei 1986 eröffnet worden. Dabei handelte es sich um einen Tippfehler. Tatsächlich machte sich Dr. Böhl 1996 in Werdohl selbstständig. Dies haben wir korrigiert.

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