„Das war einfach Klasse“

WERDOHL ▪ Weil die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren rückläufig waren, keimte die Idee auf, die fünfte Veranstaltung des Werdohler Kultursommers mit dem 24. Bürgerfrühschoppen zusammenzulegen. Die Geschäftsleute des Bahnhofsviertels unterstützten das Ganze und so entwickelte sich eine Gemeinschaftsveranstaltung, die die Massen anlockte – und begeisterte.

„Das war einfach Klasse“, drückte ein Besucher seine Freude aus und gab damit wohl die Eindrücke aller Besucher wieder, die sich am Samstag auf den Weg zum Bahnhofsvorplatz gemacht hatten.

Letztlich passte alles zusammen. Das herrliche Sommerwetter bildete die perfekte Basis und das Programm sorgte bereits ab 11 Uhr für volle Ränge unter den Sonnenschirmen. Den musikalischen Auftakt gestaltete das Bahn-Orchester Altenbeken 1919. Passend eröffnete das Orchester das Konzert mit dem Kraas-Stück „A little opening“ und stellte bereits hier seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis. Den Nerv des Publikum hatten die Altenbeker offenbar getroffen. Bei Jung und Alt kam die Auswahl sowie die musikalischen Interpretation gleichermaßen gut an. Ins moderne Konzept passten da sogar die Abstecher nach Afrika und Irland. „African Symphony“ und „Simple gifts“, ein Werk aus dem berühmten Musical „The Lord of the Dance“, folgten der Eröffnung. Dass das Publikum nachhaltig eine Zugabe einforderte, war Beweis genug, wie gut das Altenbeker Bahn-Orchester bei den Werdohlern angekommen war.

Hier gibt es Fotos vom Bürgerfrühschoppen:

24. Werdohler Bürgerfrühschoppen

Während seiner offiziellen Ansprache verteilte Bürgermeister Siegfried Griebsch ein kollektives Lob an alle Beteiligten für die erste Gemeinschaftsveranstaltung dieser Art. Ein Bahnhof sei für viele Reisende das Tor zu einer Stadt und hätte somit den Charakter einer kommunalen Visitenkarte. Griebsch drückte in diesem Zusammenhang seine Hoffnung aus, dass der Bahnhof bald wieder in die Liste der Werdohler Sehenswürdigkeiten aufsteigen wird. Einen Teil tragen jedenfalls die Veranstalter dazu bei. Die Geschäftsleute des Bahnhofsviertels hatten einen Waffelstand, eine Prosecco-Bar und einen Stand mit italienischen Kaffeespezialitäten sowie einige Attraktionen für die Kinder auf die Beine gestellt. Ein von der Resonanz sichtlich überwältigter Jörg Antony hatte Mühe, seine positiven Eindrücke in Worte zu fassen. Ein Bonbon für die Gäste hielt Antony in Form einer Spaß-Aktion parat. Er ließ den Hut durch die Reihen gehen, um Geld für eine Rasur des Bürgermeisters einzusammeln – Geld, das natürlich dem Bahnhof zu Gute kommen wird. Wie es sich für einen Bürgerfrühschoppen der Privatbrauerei Iserlohn gehört, durfte ein Fass Freibier natürlich nicht fehlen. Bürgermeister Griebsch ließ es sich nicht nehmen, den Zapfhahn in das Holzfass zu treiben und sich den ersten Schluck zu genehmigen.

Dann folgten Auftritte des Männerchors Werdohl 1847/91 und des Altenbeker Bahnorchesters, ehe die Band „United Ruhr Pipes and Drums“ die Bühne betrat. Eingebettet in den Auftritt der Freunde schottischer Klänge war die Spaß-Aktion „Bart ab“. Antony, als Vertreter des Viertels, führte das Stadtoberhaupt auf die Bühne und ließ ihm fachmännisch den Bart stutzen.

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