1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Werdohl

Darum stocken die Arbeiten an großer Brückenbaustelle im MK

Erstellt:

Von: Volker Heyn

Kommentare

Die Arbeiten an den Zufahrten zur bereits fertiggestellten Behelfsbrücke über die Lenne ruhen für ungefähr drei Wochen. Der für eine Stahlbetonwand benötigte Bewehrungsstahl kann im Augenblick nicht geliefert werden.
Die Arbeiten an den Zufahrten zur bereits fertiggestellten Behelfsbrücke über die Lenne ruhen für ungefähr drei Wochen. Der für eine Stahlbetonwand benötigte Bewehrungsstahl kann im Augenblick nicht geliefert werden. © Volker Heyn

Still ruht der See beziehungsweise die Lenne unter der seit Wochen fertigen Behelfsbrücke: Weil Bewehrungsstahl für eine Stahlbetonwand nicht geliefert werden kann, können die Arbeiten an den Zufahrten zur Ersatzbrücke derzeit nicht fortgesetzt werden. Drei Wochen Lieferzeit, so schätzen Baufirma und Straßen.NRW, habe das Stahlwerk.

Werdohl ‒ Seit Ende April tut sich nichts mehr auf der ansonsten mit Volldampf betriebenen Baustelle an der Lennebrücke. Nach erfolgreichem Aufbau der Stahlkonstruktion durch ehemals ThyssenKrupp Infrastructure Mitte März übernahmen die Bauleute von Gebrüder Schmidt aus Freusburg an der Sieg.

Verantwortlich in Werdohl ist Schachtmeister Tom Schmidt, Junior des Firmeninhabers. Das Bauunternehmen ist in der Gegend bekannt, Schmidt erschließt bekanntlich das Gewerbegebiet Rosmart. Die Arbeiten an den Zufahrten von beiden Seiten gingen vier Wochen lang planmäßig voran, auf der Seite Richtung Innenstadt ist die verschwenkte Fahrspur zur Behelfsbrücke bereits gut erkennbar. Weiter in Richtung Stadt ist deshalb auch die Baustellenampel versetzt worden, was bei starkem Verkehr immer wieder zu Rückstaus führt.

Auf der anderen Seite war Richtung Fußweg Ütterlingsen schon eine Stahlbetonwand errichtet worden. Für die zweite nötige Betonwand fehlt jetzt das Material.

Für wesentliche Verzögerungen werde diese Pause allerdings nicht sorgen, schätzt man bei Straßen.NRW. Deren Sprecherin Julia Ollertz sagte auf Nachfrage, dass die Behörde nach wie vor davon ausgehe, den Verkehr von der Bundesstraße voraussichtlich Anfang Juli über die Behelfsbrücke zu leiten. Dann kann der Verkehr nach mehreren Jahren wieder zweispurig geführt werden, die Ampelregelung entfällt. Eine mehr oder weniger feierliche Eröffnung dieses für Werdohl doch recht wichtigen Bauabschnitts ist bei Straßen.NRW nicht geplant. Das behält man sich für die endgültige Fertigstellung des Neubaus vor.

„Die Vergabeunterlagen für den Neubau der Lennebrücke sind aktuell beim Bund in der Prüfung“, teilte Julia Ollertz mit. Sobald die Pläne vom Bund freigegeben sind, werde der Auftrag vergeben. Wenn im Juli der Verkehr über die Behelfsbrücke geführt wird, kann sofort mit dem Abriss des alten Bauwerks begonnen werden. Die Lennebrücke soll spektakulär zersägt werden.

Auch interessant

Kommentare