Darum nehmen Parkautomaten kein Kupfergeld

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Kupfergeld landet nicht in den Kassen der Parkautomaten, sondern fällt ins Rückgabefach. Dort bleibt es oft liegen.

Werdohl - Die Parkscheinautomaten in der Werdohler Innenstadt nehmen nur Münzen ab einem Wert von 10 Cent an. Warum verzeichnet die Stadtverwaltung für manche Monate trotzdem Einnahmen von zum Beispiel 13 359,25 Euro? „Manche Leute versuchen, Kupfergeld in den Automaten zu werfen“, erklärt Rolf Prange. „Das landet dann unten im Rückgabefach und wird liegengelassen.“

Wenn der Verwaltungsmitarbeiter und seine Kollegen Centstücke in den Rückgabefächern finden, werfen sie diese in die Kassen der Automaten. „Wir schmeißen ja kein Geld weg“, sagt Prange. „Und wir stecken uns auch nicht 5 Cent in die eigene Tasche.“

Dass die Automaten nur Münzen ab 10 Cent akzeptieren, hat einen guten Grund. „In einen Automaten passen 2400 Münzen“, sagt Rolf Prange. „Danach ist erfahrungsgemäß der Kassenspeicher voll.“ Alle Geldstücke, mit denen Autofahrer ihre Parkscheine bezahlen, landen in einer Kassette im Inneren des Automaten. „Um sie herauszunehmen, muss man sie um 90 Grad drehen“, erläutert der Verwaltungsmitarbeiter. Sind zu viele Münzen darin, blockieren sie einen Riegel und die Kassette lässt sich nicht herausnehmen.

Damit Prange und seine Kollegen nicht zu häufig durch die Stadt fahren und die Automaten leeren müssen, gibt es eben einen Mindestwert. „Ihr Kupfergeld sollen die Leute selbst zur Bank bringen“, sagt Prange mit einem Augenzwinkern. „Das ist nicht unüblich, das machen viele Städte.“ - cra

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