Lohnerhöhung um acht Prozent

Darum belastet der Tarifabschluss den Werdohler Haushalt kaum

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Kämmerer Michael Grabs.

Werdohl - Wie in den Jahren zuvor ist der Tarifabschluss für die Angestellten der Länder auch auf die Beamten übertragen worden. Acht Prozent über drei Jahre verteilt belasteten den Werdohler Haushalt dennoch nur in geringem Maße.

Warum das so ist, erklärt Kämmerer Michael Grabs. Bei 18 Beamten, ganz genau 17,3 Beamtenstellen, bedeutet das für den Werdohler Haushalt konkret Mehraufwendungen von 70.000 Euro in drei Jahren. 

Die Gewerkschaften hatten sich im März mit den Arbeitgebern der Länder auf eine Lohnerhöhung von acht Prozent bei einer Laufzeit von 33 Monaten geeinigt. NRW-Finanzminister Lienenkämper hatte vor einiger Zeit signalisiert, dass dieser Abschluss in drei Schritten bis zum Jahre 2021 auch auf sämtliche Kommunalbeamte anzuwenden sei. 

Steigerung vorausschauend eingepreist

Für die 18 Beamte der Stadt Werdohl bedeutet dies in 2019 eine Anhebung von 3,2 Prozent, in 2020 ebenfalls von 3,2 Prozent und in 2021 von 1,4 Prozent. Im Haushalt müssen in 2019 dafür 28.000 Euro, in 2020 29.000 Euro und in 2021 13.000 Euro mehr aufgewandt werden. 

Für den bereits verabschiedeten Haushalt für das laufende Jahr 2019 hatte Grabs die 28.000 Euro Steigerung schon vorausschauend eingepreist. In der Vergangenheit sei es üblich gewesen, Tarifabschlüsse für Angestellte auch auf Beamte zu übertragen. Da für alle Beschäftigten schon eine Steigerung von 3,5 Prozent in 2019 vereinbart war, konnten die realen 3,2 Prozent Steigerung für die Beamten fast auf den Euro genau im Haushalt dargestellt werden. 

Andere Städten haben deutlich mehr Probleme

Während die achtprozentige Steigerung der Besoldung der 18 Werdohler Beamten also bei der Stadtverwaltung kaum ins Gewicht fällt, bekommt eine Stadt wie Hagen reichlich Probleme. Dort sind 650 Kommunalbeamte zu bezahlen. 2019 konnte Kämmerer Gerbersmann die Tarifsteigerung noch halbwegs darstellen, für 2020 bedeute der Abschluss aber eine Mehrbelastung von zwei Millionen, für 2021 gar von 2,4 Millionen Euro. Gerbersmann sagte dazu: „Solche Abschlüsse sind für Kommunen viel zu hoch."

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