Tagesmütter trotzen Corona

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Awo-Fachberaterin Daniela Wall (links) hat sich auch bei Lisa Zalamea fürs Durchhalten im Corona-Jahr bedankt. Die 31-Jährige ist vor vier Monaten nach Werdohl gezogen und betreut momentan drei Tagespflegekinder.

Werdohl – „Wir sind froh, dass alle Tagespflegepersonen trotz der Corona-Zeit dabei geblieben sind “, stellt Daniela Wall fest.

Die Fachberaterin der Kindertagespflege der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat in diesen Tagen die acht Tagesmütter in Werdohl besucht. Im Gepäck hatte Wall jeweils eine Tüte Weihnachtsplätzchen und einen Christstern – um sich bei den engagierten Werdohlerinnen fürs „Durchhalten“ zu bedanken. „Denn dieses Jahr und die erschwerten Corona-Bedingungen, haben den Tagespflegepersonen schon einiges abverlangt.“ 

Lisa Zalamea freute sich sichtlich über den Besuch der Fachberaterin. Die 31-Jährige, selbst Mutter einer zweijährigen Tochter, ist vor vier Monaten nach Werdohl gezogen. Schon vor ihrem Umzug hatte sie Kontakt zu Daniela Wall aufgenommen. An ihrem vorherigen Wohnort, in Herdecke, hatte sie sich zur Tagespflegeperson qualifiziert. „Mein Mann und ich waren beide im Rettungsdienst tätig. Mit einem eigenen Kind ist das aber natürlich schwierig“, erzählt sie. Aus diesem Grund habe sie sich für die Tätigkeit in der Tagespflege entschieden. „Und, weil es mir wirklich Spaß macht“, ergänzt Lisa Zalamea. 

Jeden Morgen verbringt sie mit ihren Schützlingen einige Zeit im Garten. Dick eingepackt klettert der Nachwuchs auf die Rutsche, gräbt mit einer der Kunststoffschaufeln eifrig im Rindenmulch oder erkundet einfach nur den Garten. „Es ist mir wichtig, dass die Kinder an die frische Luft kommen“, stellt die 31-Jährige fest. Sie ist mit drei Tagespflegekinder in die neue berufliche Tätigkeit gestartet. „Im Sommer kommt eventuell ein viertes dazu“, erzählt sie. Denn die Werdohlerin hat in eigner Sache die Werbetrommel gerührt. Und inzwischen habe sich herumgesprochen, dass Am Fahrenstück eine Tagesmutter wohnt, berichtet Lisa Zalamea, die momentan wochentags von 7 bis 14 Uhr für ihre Schützlinge da ist. 

Annika Thoene ist seit August als Tagesmutter in Werdohl aktiv. „Diese Tätigkeit passt einfach gut in mein Leben“, stellt die zweifache Mutter fest. Momentan genießt sie mit den Tageskindern ganz besonders die Adventszeit. „Wir haben schon gemeinsam Plätzchen gebacken und hören Weihnachtsmusik.“ Auch Annika Thoene legt ansonsten aber Wert darauf, mit den Kindern regelmäßig Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Ab dem kommenden Sommer hat die 34-Jährige, die Betreuungszeiten zwischen 7 und 15.30 Uhr anbietet, wieder einen Tagespflegeplatz frei. 

Wer sich für die Tätigkeit als Tagespflegeperson interessiert, sollte sich den 13. Januar 2021 vormerken. An diesem Tag findet von 19 bis 20.30 Uhr eine Informationsveranstaltung im VHS-Gebäude Altena in der ehemaligen Stadtgalerie statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ein neuer Qualifizierungslehrgang startet Anfang März. „Er findet jeweils freitags nachmittags und samstags ganztätig statt“, weiß Daniela Wall. Sie ergänzt: „Es ist der letzte Kompaktkursus mit 160 Stunden.“ Demnächst trete eine neue Richtlinie in Kraft, Tagespflegepersonen müssten dann Kurse mit einem Umfang von insgesamt 300 Stunden belegen.

Werdohlerinnen und Werdohler, die sich für die Ausbildung zur Tagespflegeperson interessieren, sollten auf jeden Fall Kontakt zu Daniela Wall aufnehmen. Sie besucht die Interessenten, entscheidet über deren Eignung als Tagespflegeperson und die Zulassung zum Lehrgang, dessen Kosten in diesem Fall vom Jugendamt Werdohl übernommen werden. Daniela Wall ist telefonisch unter 01 73 / 2 73 12 83, per E-Mail unter kindertagespflege-werdohl@awo-ha-mk.de erreichbar.

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