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Damit sich die Bienen wohlfühlen: Aktion am Ahe-Hammer

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Von: Jona Wiechowski

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Präsentieren das Insektenhotel, dessen „Zimmer“ sie gebaut hatten: Kinder der Ferienspiele im Werdohler Jugendzentrum.
Präsentieren das Insektenhotel, dessen „Zimmer“ sie gebaut hatten: Kinder der Ferienspiele im Werdohler Jugendzentrum. © Wiechowski, Jona

Ein Hotel für Wildbienen und viele andere Insekten hatten Kinder der Werdohler Ferienspiele schon in den letzten Jahren erschaffen, das inzwischen am Ahe-Hammer steht. Weil Wildbienen aber nur im Umkreis von gut 200 Metern auf Nahrungssuche gehen, sorgten sie auch hier für die passende Lösung.

Werdohl/Herscheid – „Wir pflanzen heute herbstblühende Blumen“, erklärte Astrid Bauriedel, die das Projekt zusammen mit der damaligen Bürgermeisterin Silvia Voßloh ins Leben gerufen hatte. Mit ihrer Unterstützung haben die Kinder im Jugendzentrum insgesamt fünf Insektenhotels gebaut – oder vielmehr deren Einrichtungen. Dafür sägten sie Holz in passende Stücke und bohrten Löcher herein, in denen die kleinen Tiere nun Unterschlupf finden können.

Das bisherige Problem am Ahe-Hammer: Rund um das Insektenhotel gab es außer Bäumen und Gras nicht viel Auswahl speziell für Wildbienen. Laut Bauriedel suchen diese ihre Nahrung nur in einem Umkreis von rund 200 Metern. Abhilfe schaffen da die jetzt neu gepflanzten Blumen.

Und: „In der vierten Ferienwoche pflanzen wir frühlingsblühende Blumen“, erklärt sie, wie das Nahrungsangebot erweitert werden soll. Dann macht sich wieder eine Gruppe des Jugendzentrums auf das Gelände an der Schwarzen Ahe. Besucht werden die Ferienspiele im Jugendzentrum derzeit von rund 30 Kindern, wobei in jeder Woche andere an der Reihe sind.

Ahe-Hammer-Fördervereins-Vorsitzender Dr. Michael Eckhardt führte die jungen Helfer vor der Gartenarbeit durch den Ahe-Hammer selbst. Hier konnten sie einen Hammer in die Hand nehmen oder aber das Wasserrad bestaunen.

Der Ahe-Hammer

Der Ahe-Hammer ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, das an der Schwarzen Ahe zwischen Herscheid und Werdohl liegt. Bei dem Industriedenkmal handelt es sich um eine alte Hammerschmiede, die zu den Anfängen der Krupp Brüninghaus GmbH gehört. Das Gebäude ist ein Schauobjekt und beherbergt ein betriebsfähiges, vollständig erhaltenes Hammerwerk, in dem Osemundeisen hergestellt wurde. Neben dem Hammer sind noch die Schreibstube, die Schlafstube für die Schmiede und der alte Kohlenbunker erhalten.

Zuletzt stand der Hammer lange Zeit still. Nach sechs Jahren aufwendiger Restaurierungsarbeit war Ende Mai im Ahetal erstmals wieder der Hammer gefallen, als Schmied Matthias Neuhaus hatte mithilfe von Mitgliedern des Fördervereins und quasi unter Aufsicht von Peter Pollinger von der Stiftung Industriedenkmalpflege eine Probeschmiedung durchgeführt hatte (wir berichteten).

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