Dagmar Freitag liest die Geschichte der Ratte Walter

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SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag fühlte sich zurückversetzt in alte Zeiten. Früher unterrichtete sie an einer Realschule.

WERDOHL - Zehn Tage nach dem bundesweiten Vorlesetag holte am Montagvormittag auch die evangelische Grundschule in Ütterlingsen diese Aktion nach. „Am eigentlich Termin hatten wir hier im Haus eine Qualitätsanalyse“, verriet Schulleiterin Britta Schwarze.

Und so griffen bei diesem Nachholtermin alle Lehrer, zwei Mütter, ehemalige Mitglieder des Kollegiums und auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag zu Büchern – vornehmlich mit vorweihnachtlichen Geschichten. Die Kinder wurden für diese Aktion in kleine Gruppen von jeweils rund zwölf Mädchen und Jungen aufgeteilt.

Diese hatte drei Bücher im Gepäck, welche sie der Schulbibliothek überließ. Aus zwei der Werke las die Politikerin dann für die Schüler der Martin-Luther-Grundschule 60 Minuten lang vor.

In „Ein Weihnachtgeschenk für Walter“ von Barbara Wersba geht es um eine Ratte namens Walter. Diese schreibt einen Brief an die Kinderbuchautorin Miss Pomeroy, weil es sie stört, dass die Hauptperson in den Büchern der Autorin ausgerechnet eine Maus ist.

Das andere Buch war ein Teil der „Viereinhalb Freunde“-Reihe von Joachim Friedrich. Darin mussten Kinder sich entscheiden, ob sie auf die Weihnachtsgeschenke verzichten, die sie auf ihre Wunschliste geschrieben hatten, um von dem Geld lieber ihren Computer reparieren zu lassen.

Vor ihrer Lesestunde hatte Freitag den Kindern Fragen beantwortet. So wollten die Schüler wissen, ob die Bundestagsabgeordnete aus Berlin mit einem Flugzeug angereist sei. Sie wussten zwar, dass Berlin die Hauptstadt ist, schätzten die Entfernung nach Werdohl aber auf 1000 Kilometer. Freitag erzählte, dass sie selbst vor ihrer Polit-Karriere Realschullehrerin gewesen sei.

Rektorin Schwarze nutzte die Gelegenheit, um im Beisein des prominenten Gastes den Kindern zu danken. Denn beim jüngsten Schulgottesdienst war bei einer Sammlung unter den Schülern die stolze Summe von 300 Euro zusammen gekommen. Das Geld ist gedacht für phillipinische Kinder, die zu den Opfern des Taifuns Haiyan gehören.

Von Michael Koll

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