Schuberts Deutsche Messe in einem neuen Klanggewand

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Der CVJM-Posaunenchor Werdohl und einige Gastmusiker spielten die von Axel Rasch neu arrangierte Deutsche Messe.

Werdohl - In einem neuen Gewand präsentierte der CVJM-Posaunenchor am Sonntag in der Christuskirche ein Werk zweier Männer, die 1826 zusammenwirkten an einer Deutschen Messe.

„Der österreichische Physiker, Bibliothekar und Dichter Philipp Neumann hatte Texte in Anlehnung an die damals bekannte lateinische Messe verfasst“, führte Pastor Rüdiger Schmale in die Biografie eines weniger bekannten Mannes ein, der einem Bekannten die Texte und den Auftrag für dessen Deutsche Messe lieferte: Franz Schubert. Was in der Originalfassung für Orchester und Männerchor zu einer gewissen Behäbigkeit neigt, nahm Axel Rasch, Leiter des CVJM-Posaunenchores Lüdenscheid, auseinander und richtete die Noten für Bläserchor ein. Das ergab die Bläsermusik zur Deutschen Messe von Franz Schubert.

Pastor Schmale führte in die Messe ein und las die eindringlichen Texte von Philipp Neumann, und die Bläser des CVJM in Werdohl spielten unter Axel Raschs Leitung gemeinsam mit Gastmusikern die beliebten Melodien der Messe, die sich mit ihrem deutschen Text an die Liturgie der lateinischen Messe anlehnt. Mit dem ständigen Wechsel von Text und Musik ergab das eine sehr hörenswerte Abwandlung des Originals, über deren Gelingen sich die zahlreichen Besucher mit den Musikern freuten.

Zur Beliebtheit der Messe trug neben den eingängigen Melodien schon immer deren Nähe zu den Erfahrungen der Menschen bei – über fast 200 Jahre hinweg. „Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken?“, heißt es im Eingangsgesang. „Wem künd’ ich mein Entzücken, wenn freudig pocht mein Herz?“ Natürlich gibt die Messe eine nachdrückliche Antwort auf diese Fragen. Schöpfung und Himmelslob sind die Themen des „Gloria“, von Erlösung und der Befreiung aus der Dunkelheit berichtet das Stück „Zum Evangelium“. Pastor Schmale berichtete von der Präsenz des Sohnes im Abendmahl, dem dadurch vermittelten Frieden zwischen Gott und den Menschen und der Heiligsprechung dessen, der das große Versöhnungswerk in Gang brachte.

Gesungen wurde am Sonntag auch. Die Gemeinde sang das Passionslied „Nun gehören unsere Herzen ganz dem Mann von Golgatha“ und das schöne „Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott“.

Für alle, die die Bläsermusik zur Deutschen Messe am Sonntag nicht hören konnten, wurde übrigens eine Aufzeichnung des Konzertes in der Christuskirche angefertigt.

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