CVJM verabschiedet Gotteshaus

Abschiedsparty für die Kreuzkirche

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Ein Büfett auf dem Billardtisch hat in der Kreuzkirche Tradition. Das wohl letzte Büfett vor der Entwidmung gab es bei der Abschiedsparty des CVJM am Samstag.

Werdohl - Wie verabschiedet man sich von einer Kirche? Der CVJM hat es am Samstag vorgemacht und mit "Mach's gut, Kreuzkriche" eine Abschiedsparty für das Gotteshaus gefeiert.

„Es war eine sehr segensreiche Zeit. Deshalb wünschen wir uns einen fröhlichen Abschied von der Kreuzkirche“, erklärt Susanne Mankel.

Gemeinsam mit Holger Neuhaus, Dirk Platthaus, Olaf Becker und Kerstin Beck hat sie mehr als ihr halbes Leben mit dem CVJM Kreuzkirche verbracht. Nun gibt die Evangelische Kirchengemeinde das Gotteshaus an der Oststraße auf der Königsburg zum Jahresende auf. Statt Trübsal gab es am Samstag eine Party. Teilnehmer und Mitarbeiter aus vielen Jahrzehnten CVJM-Jugendarbeit feierten gemeinsam Abschied.

„Mach’s gut, Kreuzkirche“, lautete das Motto. Der Einladung des eingeschworenen Trüppchens um Susanne Mankel folgten mehr als 70 Gäste. Viele wohnen noch in der Gegend, andere lockte die Erinnerung an gute Zeiten mit dem Christlichen Verein Junger Menschen von weit her an. So trafen sich am Samstagabend Ehemalige und aktuelle CVJMler verschiedener Generationen.

Susanne Mankel, Olaf Becker und Klaus Salscheider (von links) schwelgten am Samstagabend in Erinnerungen.

Zum Auftakt hatten die Organisatoren eine Fotoschau vorbereitet, von der Grundsteinlegung auf der Königsburg bis heute. Die Bilder beflügelten die Erinnerungen.

„Das war wirklich eine tolle Energie hier in den Anfangsjahren“, meint Olaf Becker. Er zählt Kindergottesdienste und Mitarbeiterfreizeiten im Haus Nordhelle auf.

Streiche mit Fischköpfen in der Damentoilette und angekettete Autos in schwedischen Wäldern kommen Klaus Salscheider in den Sinn, wenn er in seinem Gedächtnis nach Erlebnissen mit dem CVJM Kreuzkirche sucht. Salscheider war von 1987 bis 2000 Jugendreferent im Kirchenkreis, zu dem auch die Kreuzkirche zählte. Als Hauptamtlicher hat er viele Freizeiten geleitet und dabei entsprechend viele Jugendlichen und Mitarbeiter begleitet.

An die 1980er Jahre erinnert sich Susanne Mankel gerne zurück: „Wir haben eine Band zusammengestellt, „Psalm 96“, Songs von BAP gecovert und hier in den Räumen unter der Kirche Konzerte gefeiert“, berichtet sie.

Feiern blieben auch im Gedächtnis von Horst Fenner, vor allem persönliche. Vor 49 Jahren hat er in der Kreuzkirche seine Frau geheiratet, zwei Kinder taufen lassen und später auch die Silberhochzeit zelebriert. Darüber, dass seine Goldene Hochzeit nicht mehr dort gefeiert werden kann, ist der CVJM-Posaunist entsprechend traurig.

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