Entscheidung am Freitag

Abi-Prüfung: Schulen in Werdohl und Neuenrade sehen kaum Probleme

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An der Gesamtschule in Werdohl steht demnächst das Abitur an.

Werdohl/Neuenrade - Am Freitag wollen die Kultusminister darüber entscheiden, wann in den einzelnen Bundesländern in diesem Jahr die Abiturprüfungen stattfinden sollen.

Zuletzt war eine Diskussion darüber entbrannt, ob diese Prüfungen trotz der Ausbreitung des Coronavirus und der damit verbundenen Schulschließungen wie geplant nach den Osterferien durchgeführt werden könnten. So wird auch eine Verschiebung der Abi-Prüfungen Richtung Schuljahresende diskutiert. 

Für Sven Stocks, den Leiter der Albert-Einstein-Gesamtschule Werdohl, sind beide Termine denkbar. In einer Verschiebung um mehrere Wochen sieht er allerdings das „kleine Problem, dass sich dann Terminketten verschieben“. Dies könne aber aufgefangen werden, indem man vielleicht externe Korrekturen abschafft oder die Abi-Zeugnisse später ausgibt, sagt er. Stocks sieht aber auch in Abi-Prüfungen am vorgesehenen Termin direkt nach den Osterferien kein Problem. Selbst, wenn dann die Schulen noch nicht wieder geöffnet werden sollten. In der Sporthalle sei genug Platz, um die Abiturienten so weit auseinanderzusetzen, dass der empfohlene Sicherheitsabstand eingehalten werden könne, ist er überzeugt. 

Giljohann: Das Praktische steht im Vordergrund

Klaus Giljohann, Geschäftsführer der Waldorfschule Neuenrade, möchte gar nicht bewerten, ob der ursprüngliche oder ein späterer Termin für die Abiprüfungen besser oder schlechter wäre. „Es geht doch schlicht und einfach darum: Was ist machbar?“, stellt er ganz praktische Überlegungen in den Vordergrund. Und bevor noch gar nicht klar sei, ob am 20. April tatsächlich die Schulen wieder öffnen können, macht es in seinen Augen auch gar keinen Sinn, einen Termin festzulegen. Allerdings halte er einen Termin im Mai für realistischer, aber das sei seine persönliche Meinung, betont Giljohann. Wie es letztlich auch kommt – der Abiturjahrgang der Waldorfschule, Gijohann spricht von etwa einem Dutzend Schülern, sei gewappnet. 

Coronavirus in Neuenrade: Schule hat viel unternommen

Nach seiner Darstellung hat die Schule sehr viel unternommen, um sie auf die Abiturprüfungen vorzubereiten, von persönlichen Sprechstunden mit den Lehrern über den Versand von Lernmaterial per E-Mail bis zu Telefonkonferenzen. „Die Vorbereitung findet anders statt, aber sie findet statt“, sagt Giljohann.

Mehr zur Coronakrise auf den Auswirkungen für die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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