Bringhof geschlossen

Wohin mit den Grünabfällen? Für Werdohl gibt es eine Lösung

+
Die Stadt Werdohl betreibt am Riesei eine eigene Grünabfallannahmestelle. Ebenso wie die Bringhöfe des ZfA wird auch diese Einrichtung geschlossen bleiben.

Werdohl – Ein Frühlings-Wochenende mit Temperaturen bis zu 20 Grad und viel freier Zeit steht vor der Tür.

Viele Gartenbesitzer werden zur Tat schreiten und das Grün auf Vordermann bringen. Mit einem erhöhten Grünabfallaufkommen ist zu rechnen. Doch wohin damit? Der Werdohler Bringhof des Zweckverbands für Abfallwirtschaft (ZfA) am Kettling ist und bleibt mindestens noch die nächsten zwei Wochen geschlossen. Auch die Grünabfallannahmestelle der Stadt am Riesei wird auch dieses Wochenende nicht geöffnet. 

In Sachen Abfall ist die Stadt an den ZfA gebunden, Sonderlösungen wird es nicht geben. Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel hat gemeinsam mit dem ZfA immerhin erreichen können, dass im Stadtgebiet an den bisherigen Grünsammelbehältern zusätzliche Container aufgestellt werden sollen. Mentzel: „Wir werden nach Möglichkeit die Häufigkeit der Leerung der Container an den Standorten Eveking und Ütterlingsen erhöhen und weitere Container dort aufstellen.“ Damit könnte das zu erwartende Zusatzvolumen an Grünschnitt aufgenommen werden. 

Coronavirus in Werdohl: Vorschriften einfach einzuhalten?

Leser Hermann Schulte vom Werdohler Repkering hatte angeregt, die Annahmestelle wieder zu öffnen. Mit einfachen Mitteln seien doch die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Es könne doch nicht Sinn der Sache sein, Grünabfälle in der Restmülltonne zu entsorgen. ZfA-Geschäftsführer Gerd Meininghaus haben viele solcher Bitten erreicht, es müsse jedoch bei der Schließung aller Bringhöfe bleiben. 

In der Regel seien die Fahrzeuge der anliefernden Kunden mit mindestens zwei Personen besetzt. Infektionsrisiken ergäben sich bei der Überprüfung der mitgebrachten Abfälle, bei der Bezahlung und bei den Auslade- und Abladetätigkeiten und bei Rückfragen um Mithilfe. In Spitzenzeiten fertigten die Bringhöfe täglich bis zu 1000 Fahrzeuge ab. Die Öffnung auch nur eines einzelnen der vier Bringhöfe mit Zugangsregularien würde die Konzentration auf diese Einrichtung stark erhöhen. Dazu seien erhebliche Wartezeiten und Verkehrsstaus zu erwarten. Das Infektionsrisiko bliebe jedoch gleich.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare