1000. Gast begrüßt

Coronavirus: Geschichtsbummel erstmals mit Headset

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Erstmals mit Headset fand am Donnerstag ein Geschichtsbummel statt, bei dem Udo Böhme (links) auch den 1000. Teilnehmer begrüßen konnte

Werdohl – Friedhelm Kraus ist der 1000. Gast, der am Werdohler Geschichtsbummel teilgenommen hat. Udo Böhme und Andreas Späinghaus dankten mit einem kleinen Präsent, bevor sie am Donnerstagabend ihre erste Führung in diesem Jahr starteten.

Denn coronabedingt hatten sie eigentlich alle dieser besonderen Stadttouren abgesagt. 

Mit dem Virus kamen die Abstandsregeln. „Die Gäste stehen schon mal dicht zusammen, damit alle alles verstehen“, erklärt Böhme, warum man sich zu dem Schritt entschieden hatte, vorerst keine Führungen durch die Werdohler Geschichte anzubieten. Sonst hätte das Jubiläum wahrscheinlich schon im April gefeiert werden können. „Wir hatten die Anmeldungen schon erhalten“, berichtet Späinghaus, der am Donnerstag wie sein Kollege ein weißes Gewand trug. 

Coronavirus in Werdohl: Lions-Club hat die Lösung

Dann kam der Werdohler Lions-Club mit einer Anfrage auf die beiden vom Heimat- und Geschichtsverein zu – und brachte die Lösung gleich mit. Unter den Mitgliedern befindet sich ein Firmenchef, der Headsets für Unternehmensführungen hat. So konnten die Geschichtsbummler durch Mikrofone zu ihren Gästen sprechen. Die wiederum konnten den Abstand einhalten. 

Dass das gut funktioniert, wurde gleich bei der ersten Station an der Stadtbrücke deutlich. Weitere Stopps waren der Brüninghaus-Platz oder der Ludwig-Grimm-Park, ehe es wieder zurück zum Stadtmuseum ging. An den Stationen gab es Geschichten zur Geschichte, die Böhme und Späinghaus unterhaltsam rüberbrachten. Das merkten die Teilnehmer schon gleich zu Beginn, als Späinghaus das Mikrofon passend zum Thema Geschichte als „Sauerländer Sprechstab“ bezeichnete. 

Geschichtsbummel gibt es seit 2015

Den Geschichtsbummel bieten die beiden seit Juni 2015 an. Die Größe der Gruppen reiche von zwei bis 50 Interessierten. Der Schnitt liege irgendwo bei 15. Um die 70 Führungen haben die beiden inzwischen durchgeführt. Die Stationen, die angesteuert werden, variierten zwischen sieben und zehn.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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