Bis Ende August geht nichts

Abgesagt: Diese Großevents fallen 2020 in Werdohl aus

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Viel los war bei Genuss am Fluss im vergangenen Jahr vor allem am Samstagabend. Deshalb sollte in diesem Jahr erstmals auch an nur einem Tag gefeiert werden. Daraus wird coronabedingt jedoch nichts.

Werdohl – Der Sommer 2020 wird einer ohne größere Veranstaltungen in Werdohl.

Nachdem der Schützenverein sein für 3. bis 6. Juli geplantes Festwochenende bereits Ende März abgesagt hatte, folgte am Dienstag durch die Werdohl Marketing GmbH auch die Absage des Stadtfestes (6. Juni) und von Genuss am Fluss (22. August) im Westpark, das die Wohnungsgesellschaft Woge in Kooperation mit dem Stadtmarketing organisiert. 

„Aufgrund der Covid-19-Gefährdung und der entsprechenden Vorgaben des Bundes werden in Werdohl keine Veranstaltungen der Werdohl Marketing GmbH bis zum 31. August stattfinden“, teilte Claas Marienhagen mit. 

Coronavirus in Werdohl: Ersatzloser Ausfall

Wie der Stadtmarketing-Mitarbeiter im Gespräch mit der Redaktion erklärte, werde das Stadtfest ersatzlos ausfallen und erst 2021 wieder gefeiert, bei Genuss am Fluss prüfe die Woge eine Verlegung zumindest noch. „Aber auch hier ist die Wahrscheinlichkeit einer Verlegung sehr gering“, sagte Marienhagen. 

So lief Genuss am Fluss 2019

"Genuss am Fluss" wird 10 Jahre alt

Er begründete dies mit der unklaren Entwicklung der Corona-Pandemie in den kommenden Wochen und Monaten. „Bis Ende August ist die Durchführung von Großveranstaltungen durch die Politik untersagt. Aber auch für die Zeit danach dürfte es noch Vorgaben und Einschränkungen geben, die derzeit noch überhaupt nicht abzuschätzen sind. Wir wollen aber nur sehr ungern jetzt noch einmal alles für das Stadtfest und Genuss am Fluss planen, um die Veranstaltungen dann erneut absagen zu müssen“, so Marienhagen. 

Künstler sollen 2021 auftreten

Mit den bereits für die Veranstaltungen verpflichteten Künstlern und Musikgruppen wollte Marienhagen im Laufe des Dienstags Kontakt aufnehmen, um diese über die Absagen zu informieren. „Wo es möglich ist, werden wir mit den Künstlern direkt darüber sprechen, ob sie sich vorstellen können, 2021 bei uns in Werdohl aufzutreten. Dann wäre die Planung, die wir bereits in die Großveranstaltungen gesteckt haben, nicht komplett umsonst und wir könnten einen Teil des Programms übernehmen“, sagte der Stadtmarketing-Mitarbeiter. 

Volltreffer wird es beim Stadfest erst 2021 wieder geben. In diesem Jahr fällt die Veranstaltung aus.

Kosten in nicht näher zu beziffernder Höhe würden durch die Absagen aber in jedem Fall entstehen. Speziell in die Planung des Stadtfestes hätten auch einige Vereine, die alljährlich mit Programm und Bewirtung teilnehmen, schon einiges an Arbeit gesteckt. Auch hier hoffen wir, dass viele Sachen auch im nächsten Jahr noch funktionieren“, so Marienhagen. 

Weihnachtsmarkt soll stattfinden

Nachdem das Stadtmarketing vor einigen Wochen bereits den Tag der Rettungskräfte hatte absagen müssen und jetzt das Aus für Stadtfest und Genuss am Fluss folgte, hat Marienhagen aber weiterhin Hoffnung, für 2020 noch Events auf die Beine stellen zu können. „Mit dem Weihnachtsmarkt planen wir natürlich ganz fest“, sagte Marienhagen. Dieser soll am dritten Adventswochenende (12./13. Dezember) auf dem Brünininghaus-Platz stattfinden. 

So lief das Stadtfest 2019

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Zuvor soll es aber bereits am 25. September – falls die Entwicklung der Corona-Pandemie dies zulässt – einen Aktionstag in der City geben. „Das war sonst der Termin für das Moonlight-Shopping“, so Marienhagen. Statt einer Spätöffnung der Läden an diesem Freitag, solle es in diesem Jahr Aktionen der Händler über den gesamten Tag hinweg geben. „Da steigen wir jetzt in die Planungen ein“, sagte Marienhagen. 

Verkaufsoffener Sonntag

Dies gelte auch für eine größere Veranstaltung in Verbindung mit einem möglichen verkaufsoffenen Sonntag. Ursprünglich war dafür mal der 25. Oktober ins Auge gefasst worden. Von diesem Termin ist das Stadtmarketing mittlerweile abgerückt. „Wir würden die Veranstaltung – wenn möglich – gerne etwas früher durchführen, um vielleicht noch sommerlicheres Wetter und damit mehr Besucher zu haben“, kann sich Marienhagen gut vorstellen, „einige Aktivitäten, die für den Tag der Rettungskräfte und das Stadtfest geplant waren, dann bereits nachzuholen“.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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