Kompromisse erforderlich

Regelbetrieb ab 17. August: So bereiten sich die Kitas vor

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Für den Nachwuchs in den heimischen Kindertagesstätten spielt das Thema „Corona“ zum Glück keine große Rolle. Erzieher, Eltern und andere Verantwortliche machen sich dagegen viele Gedanken dazu, wie der Kita-Alltag ab dem 17. August gestaltet werden könnte. Dann soll der Regelbetrieb wieder beginnen.

Werdohl – „Dass die Eltern das gebuchte Zeitkontingent demnächst wieder ausschöpfen können, gibt ihnen Sicherheit“, stellt Karina Wionsek fest.

Die Leiterin der städtischen Kita Budenzauber begrüßt, dass der Regelbetrieb in den Kindertageseinrichtungen in NRW ab dem 17. August wieder starten soll. „Vor allem für berufstätige Eltern ist das eine große Erleichterung“, stellt sie fest. 

Die Leiterinnen der vier städtischen Einrichtungen wollen an einem Strang ziehen. Momentan haben allerdings nur die Kitas Budenzauber und Wunderkiste geöffnet. Die Einrichtung Momo in Ütterlingsen und die größte städtische Kita Gernegroß in der Stadtmitte machen aktuell eine Ferienpause. Die Kindertagesstätten, die jetzt wieder geöffnet sind, haben zuvor pausiert. 

Coronavirus in Werdohl: Nicht sofort zurück zum offenen Konzept

Ferienbedingt besuchen momentan allerdings längst nicht alle Kinder eine Kita, berichtet Karina Wionsek. „Vermutlich wird es auch im Anschluss noch einige Eltern geben, die besorgt sind.“ Auch aus diesem Grund überlegen Wionsek und ihr Team, wie sie das pädagogische Konzept der Einrichtung ab Mitte des Monats umsetzen. „Denn das Corona-Virus ist ja leider nicht komplett verschwunden“, stellt sie fest. 

Normalerweise werde im Budenzauber ein offenes Konzept verfolgt. Doch wahrscheinlich werde man dazu nicht sofort komplett zurückkehren. Denn sollte bei einem Kind das Virus festgestellt werden, wären alle Mädchen und Jungen betroffen. „Das möchten wir verhindern und denken über einen Mittelweg nach “, erklärt Karina Wionsek. 

Neues Kindergartenjahr läuft seit 1. August

Was die Hygienemaßnahmen betrifft, werde in der städtischen Kita natürlich auch weiterhin großer Wert auf Sauberkeit und Desinfektionsmaßnahmen gelegt – zumal am 1. August das neue Kindergartenjahr und damit die Eingewöhnungsphase für die Neuen begonnen hat. „Die größte Herausforderung ist momentan, den Aufenthalt mehrerer Erwachsener in unserer Einrichtung zu koordinieren“, berichtet die Leiterin. Denn in den ersten Tagen dürfen Mütter oder Väter ihren Nachwuchs in die Kitas begleiten. „Das wollen wir den Eltern natürlich ermöglichen, Corona macht es aber etwas komplizierter“, berichtet Wionsek. Deshalb müsse diese gemeinsame Zeit auf eine bis maximal eineinhalb Stunden täglich verkürzt werden. 

Lob für die Eltern

Auch in der Wunderkiste sind seit Montag neue Mädchen und Jungen an Bord, die sich noch an den Kitaaufenthalt gewöhnen müssen. Vorteilhaft sei, dass sich die Erwachsenen mittlerweile an die Coronaschutz-Regeln gewöhnt hätten. „Es ist normal, eine Maske zu tragen und den Abstand von 1,5 Meter einzuhalten“, sagt Marina Grabau, die stellvertretende Leiterin der Einrichtung. Sie lobt die Eltern der Wunderkiste-Kinder: „Sie machen super mit.“ Grabau wagt noch keine Prognose, ob nach den Sommerferien wieder fast alle Kinder an Bord sein werden. „Wir sind mit den Eltern in Kontakt. Vor den Ferien waren einige noch vorsichtig“, erzählt Grabau. 

Das hat auch Lothar Freerksema beobachtet. Der Leiter der Awo-Kindertagesstätte Sonnenschein in Pungelscheid, die gestern nach der Ferienpause wieder den ersten Tag geöffnet hatte, stellte aber dennoch fest: „Ich gehe momentan davon aus, dass die meisten wiederkommen werden.“ Zumindest personell sei das auch kein Problem, sagte Freerksema: „Wir sind auf jeden Fall gut für den neuen Kindergartenalltag gerüstet.“

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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