Kinder und Mitarbeiterinnen getestet

Ausbruch in Kita: Kind positiv auf Coronavirus getestet - weitere Ergebnisse liegen vor

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In der Kita Momo am Heideberg in Eveking gelten schon seit Wochen strenge Corona-Schutzmaßnahmen. Dennoch wurde jetzt ein Kind positiv getestet.

(Update, Samstag, 11. Juli, 17.20 Uhr) Nach einem positiven Coronatest bei einem Kind in der städtischen Kita Momo sind Kinder und Fachkräfte der Einrichtung in Quarantäne. Ihre Testergebnisse liegen inzwischen vor. 

Werdohl/Märkischer Kreis – Nach Bekanntwerden eines positiven Coronafalls in der städtischen Kindertagesstätte Momo in Werdohl liegen die Ergebnisse der Kontaktpersonen des infizierten Kindes vor. Das hat Bürgermeisterin Silvia Voßloh am Samstag auf ihrer Facebookseite bekannt gegeben. "Alle bisher als Kontaktpersonen ermittelten Kinder und Fachkräfte der städtischen KiTa Momo stehen unter häuslicher Quarantäne. Inzwischen wurden sie durch das Kreisgesundheitsamt MK negativ getestet. Dieses Ergebnis ändert nichts an dem festgelegten Quarantänezeitraum", schreibt die Verwaltungschefin. 

Überschneidungen zwischen den geschlossenen Betreuungsgruppen habe es nicht gegeben, daher bleibe es dabei, dass sich keine Konsequenzen für die anderen Gruppen ergeben, heißt es dort weiter. Zum Ende des Quarantänezeitraums werde es eine abschließende Abstrichuntersuchung durch das Kreisgesundheitsamt geben. 

Lesen Sie hier unsere Berichterstattung von Freitag: 

Ein Kind der städtischen Kindertagesstätte Momo in Eveking ist in dieser Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die betroffene Betreuungsgruppe wurde daraufhin sofort geschlossen. Das Kreisgesundheitsamt ordnete weitere Tests an. 

Der Märkische Kreis berichtete am Freitag von einem Covid-19-Fall und Tests in einer Kindertageseinrichtung in Werdohl. Die städtische Jugendamtsleiterin Kirsten von der Crone bestätigte dann auf Nachfrage, dass es sich um die Kita Momo handelt. Die Nachricht hatte sich schon in Windeseile in der Stadt verbreitet. 

Coronavirus in Werdohl: Gesundheitsamt ordnet Tests an

Nachdem das Virus bei einem Kind nachgewiesen worden war,ordnete das Gesundheitsamt weitere Tests an: 15 Kinder und zwei Mitarbeiterinnen der Einrichtung wurden als Kontaktpersonen eingestuft und ebenfalls auf das Coronavirus untersucht. Die Ergebnisse werden für Montag erwartet. 

Die Stadt Werdohl hat nach Worten von Bürgermeisterin Silvia Voßloh und Jugendamtsleiterin von der Crone inzwischen Maßnahmen ergriffen. „Wir haben am Freitagmorgen eine professionelle Reinigung der Räume in Auftrag gegeben, die von der betroffenen Gruppe benutzt worden sind“, sagte Voßloh. Die beiden anderen Gruppen der Einrichtung sind laut Jugendamtsleiterin vom Virus unbeeinträchtigt und können zunächst wie gewohnt weitergeführt werden. 

Kitas halten sich an Vorgaben des Ministeriums

In den städtischen Kitas werde schon seit Wochen strikt nach den Handreichungen des Ministeriums gearbeitet, die unter anderem eine Betreuung in geschlossenen Gruppen vorsieht. Das bedeutet, dass die verschiedenen Gruppen in einer Kita keinen Kontakt zueinander haben. Damit soll ein mögliches Ausbruchsgeschehen in einer Einrichtung eingegrenzt werden können. Im Fall der Kita Momo scheint das funktioniert zu haben. 

Auf den Betrieb der übrigen städtischen Kindertageseinrichtungen habe das Auftreten des Virus in Eveking keinen Einfluss, betonte von der Crone. Besondere Anweisungen an die Erzieherinnen gebe es durch den Fall jetzt nicht. „Wir waren von Anfang an im ständigen Austausch mit den Mitarbeiterinnen, sie haben klare Vorgaben. Alle städtischen Einrichtungen arbeiten nach den vom Gesundheitsministerium vorgegebenen Standards“, sagte die Jugendamtsleiterin und ergänzte. „Alle Kita-Leitungen beobachten sehr sensibel, was um sie herum passiert.“ 

Corona-Ausbruch auch in Altenheim in Menden

Einen Corona-Ausbruch meldete der Kreis auch aus einem Altenheim in Menden. Dort testete das Gesundheitsamt am Freitag die betroffene Wohngruppe mit 15 Bewohnern und 18 Mitarbeiter. Am Samstag sollen die restlichen Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung abgestrichen werden – rund 150 Personen. So lange gelten ein Besuchsverbot und ein Aufnahmestopp für neue Bewohner.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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