Baustellen in Werdohl

An Corona liegt es nicht, dass es auf diesen Baustellen hakt

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Die Kanalbaustelle Mozartstraße steht kurz vor dem Abschluss.

Werdohl - Auf die Arbeiten auf den städtischen Baustellen habe die Coronakrise praktisch keine Auswirkungen, versichert Martin Hempel, Leiter der Tiefbau-Abteilung im Werdohler Rathaus. Hempel arbeitet seit Dienstag im Homeoffice, behält aber trotzdem im Blick, wie es auf den Baustellen vorangeht und wo es vielleicht hakt.

Anlass zur Sorge, dass sich die Arbeiten verzögern, sieht er derzeit aber nicht. „Die Firmen reagieren sehr flexibel auf die Situation. Beispielsweise verzichten Spediteure, die Material anliefern, darauf, sich die Lieferscheine unterzeichnen zu lassen“, sagt Hempel.

Der Gedanke, der dahintersteckt, ist klar: Kontakte, so weit es möglich ist, zu reduzieren. Auch die Bauunternehmen hätten Schutzmaßnahmen getroffen, weiß Hempel. „Da gibt es zum Beispiel keine gemeinsamen Frühstücks- oder Mittagspausen mehr.“

Am Coronavirus liegt es nicht

Dass es auf der einen oder anderen Baustelle im Stadtgebiet derzeit scheinbar nicht weitergeht, hat nach Hempels Darstellung andere Gründe.

Beispiel Mozartstraße: Dort ist seit Mitte Januar im Auftrag des städtischen Sondervermögens Abwasser ein neuer Kanal verlegt worden und die Oberflächenentwässerung wurde verbessert. Die Arbeiten sind so gut wie abgeschlossen, nur ein paar Restarbeiten seien noch zu erledigen, berichtet Hempel.

Im April soll es weitergehen

Dass die betroffenen Straßenabschnitte noch nicht wieder mit Asphalt verschlosssen worden sind, hat nach seinen Worten einen einfachen Grund: „Wir werden den neuen Kanal noch mit einer Kamera befahren, um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist.“ Im Laufe des Monats April, versichert Hempel, soll diese Baustelle allerdings abgeschlossen werden.

Beispiel Schlacht: Die Stadt und der Energieversorger Enervie lassen dort für knapp 850.000 Euro eine Sohlgleite und einen Fischaufstieg bauen; beides dient als Ausgleichsmaßnahme für den geplanten Bau der neuen Lennebrücke.

Der Bagger auf der Baustelle wurde aber schon seit längerer Zeit nicht mehr bewegt. Grund dafür sei, dass zunächst die Arbeiten auf dem benachbarten Firmengrundstück abgeschlossen sein müssten, wo derzeit ein altes Wasserkraftwerk renoviert wird. Erst dann könne das Lennewasser umgeleitet werden, was für eine Fortsetzung der Arbeiten notwendig sei, erklärte Hempel.

Außerdem habe vorübergehend ein erhöhter Lennepegel die Arbeiten gebremst. Anfang April könnte es dort eventuell weitergehen.

Alle Informationen rund um das Coronavirus im MK gibt es hier.

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