Maßnahme in Werdohl

Coronavirus: Informationen in zehn Sprachen

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Tobias Chylka und Lisa Thiele haben den Schaukasten am Donnerstag erstmals bestückt. Täglich sollen aktuelle Informationen ergänzt werden.

Werdohl – „Wir müssen dafür sorgen, dass alle Menschen in der Lage sind, sich über das Coronavirus zu informieren“, sagt Tobias Chylka.

Der Werdohler ist unter anderem in den städtischen Einrichtungen für die offene Kinder- und Jugendarbeit verantwortlich, und hat schon zahlreiche Gespräche geführt, um über die Bedrohung durch das Virus aufzuklären. Chylka weiß aus Erfahrung, dass es viele Menschen in der Stadt gibt, die die Informationen nicht verstehen können, wenn sie nur in deutscher Sprache zur Verfügung stehen. 

Um Abhilfe zu schaffen hat Chylka mit Unterstützung von Lisa Thiele – sie absolviert im Jugend- und Bürgerzentrum gerade ihr Anerkennungsjahr, das zur Erzieherinnenausbildung gehört – den Schaukasten vor dem Drogeriemarkt Rossmann in der Innenstadt mit Info-Material bestückt. 

Wissenswertes zum Coronavirus in zehn Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Rumänisch, Persisch, Arabisch, Albanisch, Serbisch, Türkisch und Russisch – haben die Mitarbeiter der Stadt in den vergangenen Tagen dort untergebracht. „Dabei ging es uns besonders um die grundlegenden Dinge“, sagt Chylka. So erfahren Interessierte beispielsweise, wie ansteckend das Coronavirus ist, welche Symptome bei einer Infektion auftreten und wie man sich verhalten sollte. 

Passanten schauen sich Flyer aufmerksam an

Dass dieser Schritt wichtig war, zeigte sich schon während Chylka und Ziese die Schriftstücke am Donnerstag mit Magneten im Schaukasten befestigten, beziehungsweise am Freitag noch weiter ergänzten: Mehrere Passanten blieben jeweils stehen, sahen sich die Flyer aufmerksam an und kommentierten die Inhalte in einer der zehn Sprachen. 

In zehn Sprachen sind die Informationen zum Coronavirus im Schaukasten zu finden.

Damit sich die Menschen auch über tagesaktuelle Entwicklungen informieren können – beispielsweise im Fall einer Ausgangssperre – sollen die Inhalte des Schaukastens von jetzt an täglich aktualisiert werden. 

Spezielle Hilfen für Kinder

Insbesondere für Kinder und Jugendliche – die sich augenblicklich natürlich keine Hilfe in den städtischen Jugendeinrichtungen holen können – sind im Schaukasten noch weitere Informationen zu finden, die ihnen helfen können, diese Ausnahmesituation zu verstehen. „Selbstverständlich gibt es auch einen Hinweis auf unsere Facebook-Seite“, sagt Chylka, und weist auf einen entsprechenden QR-Code im Schaukasten hin. 

Außerdem soll in der kommenden Woche die Nummer eines Sorgen-Telefons veröffentlicht werden, kündigt Tobias Chylka an. „Das Handy ist schon eingetroffen. Sobald die Nummer bekannt ist, werden wir starten.“

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