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Optimistischer Blick aufs neue Schuljahr

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Von: Carla Witt

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Die Kollegien der Gemeinschaftsgrundschule hatten an beiden Schulstandorten symbolisch die weiße Fahne gehisst
Zu Beginn dieses Jahres hatte die Pandemie Werdohl im Griff: Die Kollegien der Gemeinschaftsgrundschule hatten an beiden Schulstandorten symbolisch die weiße Fahne gehisst, weil halbwegs geregelter Unterricht kaum noch zu gewährleisten war. © Privat

„Die Lage ist momentan unter Kontrolle. Das heißt aber nicht, dass man nicht vorsichtig sein sollte“, unterstreicht Realschulleiter Oliver Held.

Werdohl – Wenn die Schüler und Schülerinnen in Werdohl am Mittwoch nach der Sommerferienpause in die Schulen zurückkehren, soll das Thema Corona ihren Lern-Alltag so wenig wie möglich belasten.

Held ist realistisch: „Die Erfahrung aus der Zeit vor den Ferien hat gezeigt, dass der überwiegende Teil der Schüler sich nicht freiwillig für das Tragen einer Maske entscheiden wird.“ Wichtig sei, dass niemand schief angeschaut werde – egal, ob er einen Mund-Nase-Schutz trage oder nicht. Das gelte natürlich auch für das Kollegium. „Aber selbstverständlich bieten wir hier weiterhin Masken zum Selbstkostenpreis an“, unterstreicht der Schulleiter.

Deutlich entspannter als zu Beginn der Pandemie

Gesamtschulleiter Sven Stocks blickt optimistisch auf die kommenden Monate. „Man weiß inzwischen mit der Situation umzugehen.“ Solange keine neue Virusvariante auftauche, sei die Situation deutlich entspannter als zu Beginn der Pandemie. „Wir hoffen, dass wir die anvisierten Projekte in den kommenden Monaten durchziehen können“, sagt der Schulleiter. Dazu zählte beispielsweise der Weihnachtsbasar, der jetzt schon zwei Mal ausfallen musste.

Busverkehr bereitet Sorgen

Für Britta Schwarze, Leiterin der Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen, steht fest: „Wir müssen uns langsam wieder an einen möglichst normalen Schulalltag rantasten und dabei die Infektionszahlen genau im Blick behalten.“ Gerne würde Schwarze mit allen Schülern wie vor der Pandemie einmal monatlich einen Gottesdienst in der Christuskirche feiern. Bauchschmerzen bereite ihr aber das Ansteckungsrisiko während der Busfahrt zum Gotteshaus. „Denn unser oberstes Ziel ist, nichts mehr schließen zu müssen“, stellt die Schulleiterin fest.

In Ütterlingsen tragen die Lehrer Masken

In Ütterlingsen sollen die Mädchen und Jungen der zweiten bis vierten Klassen am ersten Schultag getestet werden. Das Tragen einer Maske sei für alle Pädagogen der Martin-Luther-Grundschule weiterhin selbstverständlich, unterstreicht Britta Schwarze. „Auch in der Betreuung wird weiterhin Maske getragen“, kündigt die Schulleiterin an. Sie hofft, dass sich auch möglichst viele Schüler, beziehungsweise deren Eltern, für diesen freiwilligen Schutz entscheiden: „Die Empfehlung der Ministerin ist eindeutig. Und es geht es ja nicht nur um den Eigenschutz, sondern auch um den Schutz der vulnerablen Gruppen.“

Fünf Tests für den Bedarfsfall

Eine Testmöglichkeit vor Unterrichtsbeginn wird es am Mittwoch auch an den Standorten Königsburg und Kleinhammer der Gemeinschaftsgrundschule Werdohl geben. Wie in den anderen Werdohler Schulen sollen dann auch dort die fünf Tests ausgeteilt werden, die jedem Schüler monatlich zustehen. „Sie sollen nach Bedarf zu Hause genutzt werden. Zum Beispiel, wenn sich Erkältungssymptome zeigen oder wenn die Schüler Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten“, sagt Schulleiterin Nina Manns. Sie freut sich, ebenso wie alle anderen Schulleiter, darauf, die Jungen und Mädchen nach sechseinhalb Wochen wiederzusehen. Und sie freut sich auf ein Stück mehr Normalität: „Es fühlt sich in diesem Jahr wieder viel mehr nach dem üblichen Schulbeginn-Chaos an. Corona war natürlich ein Thema in unserer Besprechung, stand aber nicht mehr im Vordergrund.“

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