Gefeiert wird erst 2023 wieder

Corona: Schützenfest im Versetal abgesagt

Ein volles Festzelt und gute Stimmung, so wurde zuletzt 2019 im Versetal Schützenfest gefeiert. Nach der coronabedingt Absage für 2021, steigt das nächste Festwochenende der Versetaler Schützen nun erst 2023.
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Ein volles Festzelt und gute Stimmung, so wurde zuletzt 2019 im Versetal Schützenfest gefeiert. Nach der coronabedingt Absage für 2021, steigt das nächste Festwochenende der Versetaler Schützen nun erst 2023.

Der Versetaler Schützenverein hat coronabedingt schon mehrere für das erste Halbjahr geplante Großveranstaltungen abgesagt oder verschoben. Auch das Schützenfest Anfang Juni fällt aus. Das nächste Festwochenende im Versetal wird damit erst 2023 wieder stattfinden.

„Es herrscht eine große Unsicherheit im Vorstand“, berichtet Vereinsvorsitzender Frank Herber. „Keiner weiß ja, wie es mit Corona weiter geht und was wir wann wieder dürfen“, erklärt der Schützenoberst im Vereinsheim Altenmühle. Deshalb haben die Versetaler Schützen alle Veranstaltungen, die für das kommende halbe Jahr geplant waren, abgesagt oder verschoben.

Der bisher letzte Schützenkönig aus dem Versetal – Herber holte den Vogel im Sommer 2017 von der Stange, aktuell amtiert Kaiser Bastian Häring, der 2019 den Aar abgeschossen hatte – hat sich mit seinen Vorstandskollegen Häring, Michael Grünhagen und Jürgen Wehlus am Telefon ausgetauscht und die ersten Entscheidungen für die kommenden Monate getroffen.

Beirat gibt grünes Licht für die Entscheidung

Vom 4. bis zum 6. Juni hätten die Versetaler bei ihrem Schützenfest einen neuen König gesucht. „Doch selbst wenn wir dann wieder feiern dürften, ist der Planungszeitraum bis dahin viel zu kurz“, bedauert Herber. „Deshalb haben wir entschieden, auch dieses Fest abzusagen.“ Grünes Licht für diese Entscheidung hatte sich der vierköpfige geschäftsführende Vorstand von den Beiratsmitgliedern geholt, auch bei ihnen die Stimmungslage erfragt.

Vorsitzender Frank Herber und seine Vorstandskollegen sagten das Festwochenende für 2021 ab.

Noch weit vor dem Schützenfest hätte als nächste Veranstaltung am 3. April das Osterfeuer angestanden. „Das mussten wir komplett absagen“, bedauert Herber. Zwei Wochen später, am 17. April, wären eigentlich die Musiker der Band Stout beim Irischen Abend in Altenmühle auf die Bühne gestiegen. Das Folkmusik-Duo aus Dortmund soll nun gebeten werden, einen Ersatztermin für den Herbst zu nennen. „Wir könnten uns einen Konzertabend im November vorstellen“, prognostiziert Herber.

Hähnchenspektakel soll nachgeholt werden

Für Mai hätte im Jahresplan der Versetaler Schützen das Hähnchenspektakel gestanden. Der Vereinsvorsitzende erklärt: „Wir haben überlegt, das durchzuführen. Wir hätten die Zahl der Hähnchen reduzieren können, etwa auf ein Drittel. Wir hätten eine Abholung ausschließlich nach Vorbestellungen und zu festen Zeiten planen können. Doch dann geht irgendetwas schief – und schon stehen die Leute Schlange. Das funktioniert nicht, solange das Virus noch wütet.“

Ausfallen soll die Hähnchensause indes nicht. Herber und seine Vorstandskollegen haben überlegt, „das Ganze vielleicht im Spätsommer nachzuholen. Wir denken da an einen Termin im September oder Oktober“. Unter Umständen sei es möglich, das Ereignis mit einem Ständchen des Versetaler Musikzuges zu kombinieren. „Wir könnten uns einen Open-Air-Frühschoppen gut vorstellen“, sagt der Oberst.

2025 wird das 75-jährige Bestehen gefeiert

Weil der Verein 2025 sein 75-jähriges Bestehen feiert, haben sich die Verantwortlichen nach der Festabsage für dieses Jahr bereits Gedanken über die kommenden Festwochenenden gemacht. „Bleiben wir mit den Schützenfesten im Zwei-Jahres-Rhythmus, stehen die nächsten Feste 2023 und 2025 an – und fallen somit auch auf das Jubiläumsjahr“, sagt Herber.

Weiter führt er aus: „Deshalb haben wir beschlossen, dass es nach der Absage für dieses Jahr automatisch auch 2022 kein Schützenfest geben wird, sondern frühestens wieder 2023.“ Schließlich ergänzt Herber: „Ob wir dann aber gegebenenfalls wieder auf einen jährlichen Rhyhtmus wechseln, wenn sich das wirtschaftlich darstellen lässt, werden wir mit dem erweiterten Vorstand erörtern.“

Vereinsheim wird saniert

Derzeit sind die Versetaler Schützen mit der Sanierung ihres Vereinsheimes beschäftigt. Die Außenmauern sind nicht richtig abgedichtet, ziehen Feuchtigkeit und drohen zu schimmeln. Herber verrät: „Wir haben uns von der Idee verabschiedet, eine Schiebetür in die Front einzubauen.“ Mit dieser Tür sollte gewährleistet werden, künftige Veranstaltungen und Schützenfeste unabhängig vom Wetter drinnen und draußen stattfinden lassen zu können – ohne ein Zelt aufstellen lassen zu müssen.

„Stattdessen haben wir jetzt eine doppelflügelige Tür bestellt“, erklärt der Vereinsvorsitzende. „Die ist 2,45 Meter breit und wird mit einer kleinen Rampe versehen, so dass auch Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe vom Schützenplatz in die Halle gelangen können.“ Eingebaut werden soll die Terrassentür voraussichtlich Mitte Februar.

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