Keine Maskenpflicht an Grundschulen

Corona-Gipfel: Kaum Änderungen für Werdohl und Neuenrade

Wie Fitnessstudios und Freizeitsporteinrichtungen auch hat die Kletterwelt Sauerland auf Rosmart weitere vier Wochen Schließung zu verkraften. Das Team von der Kletterwelt hat deshalb Unterstützer-T-Shirts aufgelegt.
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Wie Fitnessstudios und Freizeitsporteinrichtungen auch hat die Kletterwelt Sauerland auf Rosmart weitere vier Wochen Schließung zu verkraften. Das Team von der Kletterwelt hat deshalb Unterstützer-T-Shirts aufgelegt.

Ministerpräsident Armin Laschet hat in der Konferenz der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel neue Corona-Regeln für das Land NRW erarbeitet. Über die möglichen Auswirkungen auf die Region gab es am späten Mittwochabend erste Stellungnahmen und Reaktionen aus kontovers diskutierten Teilbereichen.

Werdohl/Neuenrade - Der neue Werdohler Bürgermeister Andreas Späinghaus meint, dass das beschlossene Verbot von Silvesterfeuerwerk auf großen öffentlichen Plätzen für Werdohl kein Thema sei. „In Köln und Berlin macht das Sinn“, so Späinghaus: „Ich hoffe aber, dass sich die Menschen in Werdohl vernünftig verhalten werden.“ Polizei und Ordnungsamt seien sicher in der Silvesternacht unterwegs und würden gegebenenfalls eingreifen, wenn es nötig sei. Späinghaus: „Für unsere Region ist das eine vernünftige Regelung, dass die Leute privat böllern können.“ Ihm persönlich sei ein Feuerwerksverbot egal, sagte Späinghaus: „Beim letzten Silvesterabend war ich weit vor Mitternacht im Bett.“

Für die weiterführenden Schulen im Verbreitungsgebiet äußerte sich Sven Stocks, Leiter der Albert-Einstein-Gesamtschule in Werdohl. An der AEG wird auch eine Oberstufe mit gymnasialem Zweig angeboten. Stocks hat in seinem Kollegium mit Personalmangel zu kämpfen, zwei Lehrkräfte sind momentan mit Covid 19 infiziert. Vertretungspläne könnten mit Müh und Not aufrechterhalten werden. Die Entwicklung am Mittwoch kommentierte er kurz und knapp: „Für unsere Schule ändert sich offensichtlich nichts.“ Maskenpflicht bestehe ohnehin schon ab der 5. Klasse. Wegen des früheren Beginns der Weihnachtsferien müssten vielleicht einige Klassenarbeiten und Klausuren nachgeschrieben werden. Es käme offensichtlich nichts hinzu, was die pädagogische Arbeit schwieriger machen würde.

In der Kanzlerinnen-Runde ging es wohl auch um die viel diskutierte Maskenpflicht an Grundschulen. Für den Bereich der Primarschulen äußerte sich Awerd Riemenschneider, Leiter der großen Neuenrader Burgschule. Er stellte ebenso wie Stocks fest, dass sich für die Burgschule wohl nichts ändern werde. Die Kinder dürften die Maske ohnehin nur am Platz absetzen, beim Herumgehen muss sie getragen werden. Bevor es zu einer generellen Maskenpflicht komme, sollte vielmehr auf die Durchmischung von Lerngruppen verzichtet werden.

Von den verlängerten Schließungen im Freizeitsportbereich ist Rene Brehm, Geschäftsführer der Kletterwelt Sauerland, betroffen. Das Team der Kletterwelt nutzte den Lockdown im November, um den Boulderbereich neu zu gestalten und Community-T-Shirts zu entwerfen. Dass sich die Schließung bis zum Ende des Jahres hinziehen würde, habe er vorausgeahnt. Deshalb sei der Verkauf von Gemeinschaft stiftenden T-Shirts so geplant, dass sie bis zum 6. Dezember bestellt und am 20. Dezember um 16 Uhr abgeholt werden können. Brehm: „Wir hoffen, dass wir bald wieder unter geregelten Bedingungen öffnen können und unseren Gästen Raum für den Boulder- und Klettersport bieten können.“

Axel Weber von der Fitness AG in Werdohl berichtete auf seiner Website, dass er die Novemberhilfe bekommen werde. Beiträge für ungekündigte Verträge könnten deshalb zurücküberwiesen werden. Weber: „Wir bedanken uns sehr für Eure bisherige Unterstützung und bauen darauf, dass Ihr weiter zu uns haltet.“ Jetzt muss sein Fitnessstudio den Dezember überstehen und kann wohl erst im neuen Jahr wieder öffnen.

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