Hohes Arbeitsaufkommen

Corona-Fall nach Trauerfeier: Quarantäne erst mit mehreren Tagen Verspätung

Nach einer Trauerfeier in Werdohl gab es einen Corona-Fall. Die Teilnehmer wurden deshalb in Quarantäne geschickt.
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Nach einer Trauerfeier in Werdohl gab es einen Corona-Fall. Die Teilnehmer wurden deshalb in Quarantäne geschickt.

Die Kontaktnachverfolgung spielt eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Ziel und Zweck ist es, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten.

Werdohl - Dass das nicht immer reibungslos klappt, zeigt nun ein Fall aus Werdohl. Etwa 30 Personen sollen sich Anfang April auf dem evangelischen Friedhof zu einer Beerdigung eingefunden haben, einige in der Friedhofskapelle, andere unter freiem Himmel. Alles soll coronakonform abgelaufen sein, mit Masken und Abstand zueinander.

Dass aber auch ein solches Zusammentreffen mehrerer Menschen nach allen Regeln der Coronaschutzverordnung Folgen haben kann, zeigte sich, als kurz nach der Trauerfeier einer der von auswärts angereisten Gäste positiv auf Covid-19 getestet wurde.

Benachrichtigung trifft im MK wohl erst mit Verspätung ein

Die infizierte Person und mehrere Kontaktpersonen wurden vom Gesundheitsamt ihres Wohnortes sofort in die Quarantäne geschickt – nur ebenfalls als Kontaktpersonen angegebene Personen aus dem Märkischen Kreis sollen erst mit etwa zehn Tagen Verspätung davon erfahren haben und dann in Quarantäne geschickt worden sein. Beim Gesundheitsamt des Märkischen Kreises war die Benachrichtigung durch die Kollegen des Gesundheitsamtes aus einem anderen Kreis möglicherweise verspätet eingetroffen.

Eine Nachfrage beim Märkischen Kreis konnte den Fall nicht endgültig aufklären. Das Arbeitsaufkommen in der Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamtes sei zwar nach wie vor hoch, sagte Mathis Schneider von der Pressestelle.

Dadurch könne es auch vorkommen, dass Kontaktpersonen mit drei oder vier Tagen Verzögerung über die Begegnung mit einem Infizierten benachrichtigt würden, vor allem, wenn die Mitarbeit der Betroffenen bei der Angabe von Kontaktpersonen nicht optimal sei. Eine Verzögerung um zehn Tage sei aber nach Auskunft des Gesundheitsamtes eher unwahrscheinlich.

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