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CO₂-Ampeln für Werdohler Schulen und Kitas geplant

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Von: Volker Griese

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Wegen der rot-gelb-grünen Lichter, die die Luftbelastung mit Kohldioxid stufenweise anzeigen, werden die Luftgüte-Messgeräte auch CO2-Ampeln genannt. Die Stadt Werdohl will solche Geräte nun in Kindertagesstätten, Schulen und Jugendräumen installieren.
Wegen der rot-gelb-grünen Lichter, die die Luftbelastung mit Kohldioxid stufenweise anzeigen, werden die Luftgüte-Messgeräte auch CO2-Ampeln genannt. Die Stadt Werdohl will solche Geräte nun in Kindertagesstätten, Schulen und Jugendräumen installieren. © Hendrik Schmidt / dpa

Um Lehrkräfte und Erzieherinnen sowie Kinder und Jugendliche besser vor einer Corona-Ansteckung und Atemwegsinfektionen zu schützen, sollen Klassenzimmer und Kita-Gruppenräume, aber auch die Räume der Werdohler Jugendeinrichtungen demnächst mit sogenannten CO₂-Ampeln ausgestattet werden. Die Stadt Werdohl hat die Lieferung solcher Luftgüte-Messgeräte ausgeschrieben.

Werdohl ‒ CO₂-Messgeräte können nach einem Ampelsystem einen Hinweis geben, wann die Fenster eines Raumes besser geöffnet werden sollten, um frische, unbelastete Luft hereinzulassen. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) spricht sich für die Anschaffung von CO₂-Ampeln aus, um ein regelmäßiges Lüften von Klassenräumen zu unterstützen. Im Vergleich zu Luftfiltern seien Lüftungsmethoden mit Frischluftzufuhr effizienter und nachhaltiger. Zudem könne ihre Wirkung mittels CO₂-Monitor besser kontrolliert werden.

Der Einsatz von CO₂-Ampeln gilt auch unter dem Gesichtspunkt des Energiesparens als sinnvoll. So soll insbesondere im Winter aus energetischen Gründen auf die sehr effektive Methode des kurzen Stoßlüftens zurückgegriffen werden.

Da das Land Nordrhein-Westfalen Maßnahmen zur Verbesserung des Infektionsschutzes durch technische Ausstattungen fördert, hat die Stadt Werdohl einen Zuschuss beantragt. Seit Anfang September liegt im Rathaus ein Bewilligungsbescheid des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung über rund 35.000 Euro vor. Dieses Geld soll nun eingesetzt werden, um CO₂-Ampeln anzuschaffen.

„Wir haben bei den Schulen und Kindertagesstätten abgefragt, wieviele Geräte benötigt werden“, erklärte Reinhardt Haarmann, Leiter des Fachbereichs Schule, Kultur, Sport und Service im Rathaus, wie die Stadt vorgegangen ist. Nun solle versucht werden, alle Klassenräume und alle Gruppenräume in den Kitas sowie die städtischen Jugendräume mit den Geräten auszustatten. Dazu würden etwa 150 CO₂-Ampeln benötigt.

Die Geräte sollen schnellstmöglich, spätestens jedoch bis zum Jahresende geliefert werden. Somit könnten sie auf jeden Fall nach den Weihnachtsferien eingesetzt werden.

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