Chronik zu 100 Jahre Burgschule: Lesenwerter Rückblick

NEUENRADE ▪ Eindlich: Die lang ersehnte Jubiläumsschrift zum 100. Geburtstag der Burgschule ist da. Freitag Vormittag trudelten die Pakete ein. Und Autor und Ex-Schulleiter Franz Olbrich ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit Bürgermeister Klaus Peter Sasse, die Kartons mit den Schriftstücken aufzumachen, um die ersten Exemplare in den Händen zu halten. Von Peter von der Beck

Ab Montag können die Jubiläumsschriften zum Preis von drei Euro pro Exemplar an der Bürgerrezeption, oder imm Zeilt erworben werden.

Es war eine Menge Arbeit: Gut drei Monate saß Olbrich am Inhalt, reiclhlich zu tun hatte aber auch Marc Hartstein, der sich mit der Gestaltung reichlich Mühe gegeben hatte. Auch in der Verwaltung gab es reichlich zu tun. So wurde eine Woche lang Korrektur gelesen. Olbrich und Co hatten jede Menge Helfer. Rose Amrhein aus Werdohllieferte viel material aus dem nachlass des ehemaligen Schulleiter Gustav Steineck. Klare Sache, dass auch Kreisarchivar a. Do. Dr. rolf dieter Kohl sein Scherflein dazu beitrug und Autor Olbrich auch organisatorisch -methodisch halt. So gibt es Schriftstück des Schulministeriums von 1920, dass ausführlich Anleitung zum Prügeln- oder Nicht-Prpgeln der Schüler gab.

Die Schrift ist nicht nur ein Streifzug durch die lokale Schulgeschichte der vergangenen hundert Jahre, sondern bildet in gewisser Weise auch die gesellschaftliche, pädagogische oder auch tehcnische Entwicklung ab. Telefon gabs für die Schule erst 1970 und die einführungen des Internets stellt noch einmal einen Markstein dar. Olbrich bereichtet aber auch von halbgaren erlässen zur Integration von Einwandererkindern oder auch über Abstrusitäten wie Mengenlehere. Naturgemäß gibt aus aus der jüngeren Geschichte viel, weil die Quellenlage hervorragend ist.

Ein besonderes Schmankerl: die Dönekes von Zeitzeugen, die sich häufig mit prügelnden Pädagogen befassten. So wird von jenem Lehrer berichtet, der seine körperliche Stärke beweisen wollten und einen Schüler aus dem zweiten Stock hielt. . Die Oma rächte den Enkel: Sie haute dem Pädagogen links und rechts eine runter.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare