Christmas in Pop: Chor und Solisten überzeugen

Solveig Wassmuth überzeugte auch mit schwierigen Stücken.

Werdohl - Zufriedene Gesichter bestimmten am Sonntagabend in der Aula der Musikschule das Geschehen. Das knapp zweistündige Konzert „Christmas in Pop“ passte zum Advent, für die Pop-Gesangsklasse der Musikschule Lennetal gab es zum Abschluss verdient stehende Ovationen und Gesangslehrerin Patricia Vivanco strahlte mit ihren Schützlingen um die Wette.

Von Udo Schnücker

Um es vorweg zu nehmen: Die zwanzig Gesangsschüler waren hochmotiviert. Was sie konzentriert auf der Bühne der Aula boten, berührte Herz und Seele. Eine Voraussetzung, die zuvor auch Musikschulleiter Martin Theile bei der Begrüßung angedeutet hatte. Er lobte das Engagement seiner Kollegin Patricia Vianco, die „seit einigen Jahren erfolgreich an unserer Schule lehrt und es verstanden hat, den Gesang an junge Menschen zu vermitteln.“

Das Konzert „Christmas in Pop“ erreichte locker und fröhlich die Aufmerksamkeit der rund 150 Besucher, zu hören war ein Querschnitt bekannter Weihnachtsmelodien, Balladen sowie Stücke aus Musicals und Opern. Einen Monat hatten sich die jungen Akteure auf ihr Konzert vorbereitet, die Mühen hatten sich gelohnt. Was auf der Bühne geboten wurde, war einfach gut. Klangfülle und Klarheit der Stimmen überzeugten ebenso wie die einzelnen Soli.

Zum Programmauftakt trabte – wie konnte es auch anders sein – „Rudolph, the red-nosed reindeer“ über die Bretter. Solistin Jeannine Dunker verlieh dem Rentier Rudolph eine erfrischende musikalische Lebendigkeit. Überzeugend auch die Vorträge von Carina Tönnesmann und Franziska Verse (Rockin’ around the christmas tree) und dem Trio Vanessa Völlmecke, Jeannine Dunker und Davina Heiden (Medley aus „One hope / Skyscraper“ und „Let it go“). Anerkennenden Beifall gab es auch für Ramona Pröpper und Nadine Müller mit „All of me“. Elvira Rebrik trug das „Ave Maria“ von Bach vor. Die Intonation des bekannten Stückes sprach für sich, es gab viel Beifall, genauso wie für das mehrstimmige „Ave Maria“ (Knowles/Ghost), das Solveig Wassmuth, K. Lohman, Carina Tönnesmann und Nadine Müller aufführten.

Die gute musikalische Qualität bestimmte auch den zweiten Programmteil. Saubere und gefühlvolle Intonationen der jungen Akteure überzeugten die Zuhörer. Die Soli „Wenn ich Dein Spiegel wär“ (Thomas Riedel), „Nothing else matters“ (Jolina Ossenberg-Engels) oder „Holy Holy“ (Nadine und Moritz Gadomski) zeugten für den guten Unterricht der Musikschule. Im Blickpunkt standen außerdem Solveig Wassmuth, die mit „Denk’ an mich“ aus dem Phantom der Oper selbst hohe und differenzierte Tonlagen mühelos schaffte. Überzeugend auch der Auftritt von Ergin Hamdi, der „Anthem“ aus „Chess“ stimmgewaltig intonierte.

Auch Jazz war angesagt

Adventliche Stimmung bestimmte das Geschehen bei „Mary’s Boy Child“ (einst von Boney M. bekannt gemacht) und „White Christmas“, bei dem Ergin Hamdi sein stimmliches Volumen wieder unter Beweis stellte. Mit der guten alten Swingnummer „Mister Sandman“ gab es die berechtigte Zugabe. Die jungen Damen und Herren zeigten, dass sie auch dem Jazz durchaus zugetan sind.

Zum musikalischen Konzerterfolg konnte sich die Pop-Gesangsklasse vorab über eine neue Lautsprecheranlage freuen. Die Investition von mehr als 3000 Euro kam mit Hilfe des Lions-Fördervereins (vertreten durch Dr. Dietmar Schnober), der Vereinigten Sparkasse im MK (vertreten durch Mike Kernig, Mitglied des Vorstandes) und durch den Förderverein der Musikschule Lennetal (vertreten durch Vorstandsvize Jürgen D. Christofzik) zustande. Musikschulleiter Martin Theile dankte für die Spende, die in Zeiten zurückgehender öffentlicher Haushalte den Gesangsschülern den wichtigen Umgang mit der Technik ermögliche.

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