Zwei Verletzte

Chemieunfall bei Vossloh: Einsatz beendet

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[UPDATE 18.00 Uhr] Werdohl - Ein Chemieunfall bei der Firma Vossloh sorgte am Dienstag für einen Großeinsatz der Werdohler Feuerwehr, der bis zum späten Nachmittag andauerte. In einer Werkshalle war 30-prozentige Salzsäure ausgetreten. Zwei Mitarbeiter wurden verletzt.

Um 10.33 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein, die daraufhin mit 40 Einsatzkräften zu dem Firmengelände in der Nähe des Bahnhofs ausrückte. Darunter war auch eine spezielle Einheit des Löschzugs Eveking, die mit Chemieschutz-Anzügen und Atemschutzmasken in das Gebäude ging. Da die Salzsäure in Nebelform aus der Halle austrat, besprühte die Feuerwehr die Unfallstelle mit Wasser. In einer ersten Maßnahme wurde zudem die Säure mit einem speziellen Bindemittel eingedeicht, um sie kontrollieren zu können, wie Manfred Theile, Leiter der Werdohler Feuerwehr erklärte. Flüssigkeit sei deshalb nicht auf das Gelände gelangt.

Die Ursache für den Unfall war schnell gefunden: Nach Informationen des leitenden Sicherheitsingenieurs der Firma Vossloh, Werner Stapel, sorgte ein technischer Defekt an einer Pumpe, die die Salzsäure transportiert, für den Vorfall. Zwei erfahrene Mitarbeiter, die den Defekt beheben wollten, kamen in Kontakt mit dem Stoff. Sie mussten deshalb nach Lüdenscheid ins Krankenhaus gebracht werden.

Zahlreiche Einsatzkräfte der Werdohler Feuerwehr sind vor Ort.

Eine regionale Entsorgerfirma wurde hinzu gerufen. Diese traf zusammen mit der Feuerwehr entsprechende Maßnahmen, um die Säure mit einem Streumittel weiter abzubinden und mit einem Saugwagen abzutransportieren. Zuletzt wurde ein Neutralisierungsmittel aufgetragen. In den Abendstunden soll die Feuerwehr zudem die Luft in der Werkshalle auf Rückstände der Säure überprüfen.

Mehr Bilder vom Einsatz:

Chemieunfall bei Vossloh

Zwei Mitarbeiter der Bezirksregierung trafen am Unfallort ein. Sie machten sich ein Bild vom Ausmaß des Vorfalls und überprüften den Arbeitsschutz. Auch Bürgermeister-in Silvia Voßloh und das Ordnungsamt waren am Vormittag vor Ort. 

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