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Chemie-Alarm im MK: Gesundheitsgefährdende Lösung tropft aus Lastwagen

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Von: Markus Wilczek, Volker Griese

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Die Feuerwehr baut eine Dekontaminierungsstation auf.
Die Feuerwehr baut eine Dekontaminierungsstation auf. © Griese, Volker

Chemie-Alarm am Montagmorgen in Werdohl: Auf dem Gelände eines Unternehmens an der Schlacht tropft ein gesundheitsgefährdender Stoff aus einem Lastwagen. Der Fahrer ist verletzt.

[Update, 12.45 Uhr] Für die Feuerwehr ist der Einsatz nun beendet, ein Entsorgungsunternehmen übernimmt nun die Beseitigung des Gefahrenstoffs von der Straße und dem Firmegelände sowie die Bergung des leckgeschlagenen Containers. Die Netto-Filiale an der Schlacht ist mittlerweile wieder erreichbar.

[Update, 11.53 Uhr] Endlich herrscht Klarheit: Bei dem Stoff in dem beschädigten IBC-Container handelt es sich um Entfettungsmittel. Bestimmt war dieses für das VDM-Metals-Werk in Werdohl. Die Feuerwehr zieht sich nun allmählich zurück und übergibt die Einsatzstelle an den Entsorger.

[Update, 11.20 Uhr] Die Bergung des beschädigten Containers könnte sich nun doch schwieriger gestalten. Denn an der Einsatzstelle herrscht plötzlich Unsicherheit, ob in dem Tank tatsächlich Kaliumhydroxidlösung enthalten ist. Das Ganze ist wohl nicht eindeutig dokumentiert.

[Update, 11.03 Uhr] Nachdem die akute Gefahr durch das Stopfen des Lochs zunächst gebannt ist, warten die Einsatzkräfte nun auf ein angefordertes Entsorgungsunternehmen, das den beschädigten IBC-Container aufnehmen und abtransportieren kann. Bis die Bergung des Gittercontainers abgeschlossen ist, bleibt der Bereich weiträumig abgesperrt.

[Update, 10.47 Uhr] Gute Nachricht von der Einsatzstelle: Das Loch im Tank ist gestopft. Jetzt können sich die Einsatzkräfte an die Bergung des IBC-Containers machen. Ein solcher Container war erst vor einigen Wochen im Versetal von einem Anhänger gerutscht und hatte für ein Öl-Chaos mit stundenlanger Sperrung der Bundesstraße 229 gesorgt.

[Update, 10.44. Uhr] Die Feuerwehr hat die Lage mittlerweile erkundet. Auf dem Auflieger des Lastwagens befindet sich unter anderem ein IBC-Container (Gittertank) mit rund 1000 Liter Kaliumhydroxidlösung. Im unteren Bereich des Tanks ist ein fingerdickes Loch, aus dem die Flüssigkeit herausspritzt, über den Auflieger läuft und von dort auf das Firmengelände tropft. Die Einsatzkräfte des Löschzuges Eveking, die speziell für ABC-Einsätze ausgebildet sind, nähern sich nun in speziellen Schutzanzügen dem Auflieger.

Großeinsatz für Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte am Montagmorgen in Werdohl: Auf dem Gelände eines Unternehmens an der Schlacht läuft eine Palette mit Gefahrgut auf einem Lastwagen aus. Es soll sich um Kaliumhydroxidlösung, auch bekannt unter dem Namen Ätzkali, handeln.

Weil die Lösung als gesundheitsgefährdend gilt, müssen alle Mitarbeiter des Unternehmens den Gefahrenbereich verlassen. Nach ersten Informationen soll der Fahrer des Lastwagens verletzt sein und vor Ort in einem Rettungswagen behandelt werden.

Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot an der Schlacht im Einsatz.
Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot an der Schlacht im Einsatz. © Griese, Volker

Der Bereich rund um die Gefahrenstellen ist weiträumig abgesperrt. Polizei und Feuerwehr haben bereits die Zufahrt von der Bundestraße 236 zur Schlacht abgesperrt. Damit sind derzeit sämtliche Unternehmen in diesem Bereich und auch der Netto-Markt nicht erreichbar.

Wie lange das so bleiben wird, ist derzeit noch völlig unklar, denn die Feuerwehr baut gerade eine Dekontaminierungsstation auf und holt weitere Informationen ein, wie nun weiter vorzugehen ist.

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