50 Cent pro Stunde Einheitsparkgebühr

WERDOHL - Der Rat der Stadt hat sich gestern mehrheitlich darauf geeinigt, schon ab November mit der Bewirtschaftung einzelner Parkflächen im Innenstadtbereich zu beginnen. Die Aufteilung in zwei unterschiedlich teure Parkzonen wurde gestern verworfen. Parken soll überall einheitlich 50 Cent die Stunde kosten, auch die Dauerparkausweise werden für einheitlich 20 Euro pro Monat ausgegeben.

Die CDU hatte vorgeschlagen, das Parkraumbewirtschaftungskonzept komplett erst zum Jahreswechsel zu starten, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. SPD, WBG, FDP und der Bürgermeister stimmten für einen Beginn, wenn die ersten Parkscheinautomaten betriebsbereit aufgestellt sind. Peter Prange, der für die Stadtverwaltung die Satzung erarbeitet hatte, sagte: „Es wird sicher nicht von Anfang an scharf geschossen.“ Gerade in der Vorweihnachtszeit werde erst mit Verwarnungen gearbeitet, um die Autofahrer langsam an die neuen Umstände zu gewöhnen. Die behutsame Einführung von Parkgebühren ab November gebe der Verwaltung auch die Möglichkeit, die Anträge nach Dauerparkausweisen und nach Bewohnerparkausweisen in Ruhe zu bearbeiten. Prange: „Wir können auch nicht über Nacht alle Parkscheinautomaten aufstellen, das braucht alles seine Zeit.“

Mit der einheitlichen Parkgebühr von 50 Cent pro Stunde überall im Stadtgebiet konnte sich die SPD ebenfalls durchsetzen. Auch hier stimmten SPD, WBG und FDP mehrheitlich gegen den ursprünglichen Verwaltungsvorschlag von einer Abstufung zwischen 60 Cent und 40 Cent in zwei verschiedenen Parkzonen. Dass die Dauerparkausweise jetzt einheitlich 20 Euro statt abgestuft 20 Euro und 15 Euro kosten sollen, beschloss der Rat danach einstimmig.

Die von der Verwaltung vorgeschlagene Parkzeitbegrenzung auf drei Stunden wurde von einer Mehrheit abgelehnt. Nur die FDP und ein CDU-Mann stimmten für die Drei-Stunden-Regelung. Einstimmig fiel der Beschluss, Parkgebührenfreiheit auch für den Auf- und Abbau beim Schützenfest zu gewähren. Eine kurze Debatte gab es noch zu dem Vorschlag, zusätzlich zu Anwohnerparkausweisen so genannte Tagesparkscheine für Besucher und Gäste von Anwohnern auszugeben. Falls die auch für MK-Kennzeichen hätten gelten sollen, befürchtete Prange einen Handel mit diesen Tagesparkscheinen. Die CDU hielt den Aufwand dafür zu hoch, der Rat beschloss daraufhin, überhaupt keine solchen Gästeparkscheine auszugeben.

Von Volker Heyn

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare