Partei ließ Privatisierung prüfen

CDU: Beim Bau der Feuerwehrgerätehäuser darf es keine Verzögerungen geben

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Werdohl – Nein, es gebe keine Differenzen in Sachen Feuerwehr zwischen Bürgermeisterin Silvia Voßloh und der CDU-Fraktion. Das sagte Fraktionsvorsitzender Stefan Ohrmann auf Nachfrage der Redaktion.

Voßloh hatte sich am Dienstag nach der Demonstration von Feuerwehrleuten vor dem Rathaus für einen Bau in Eigenregie bei der Errichtung des Feuerwehrgerätehaus Stadtmitte ausgesprochen. Die CDU-Fraktion hatte in mehreren Sitzungen immer wieder deutlich gemacht, dass ein Investorenmodell die bessere Wahl sein könnte. 

Ohrmann wies darauf hin, dass alle Ratsbeschlüsse bei dem Thema einstimmig getroffen worden seien. Bei den Ratssitzungen am 2. Dezember 2019 und am 22. Juni 2020 seien trotz des von der CDU beantragten Sperrvermerks alle erforderlichen Mittel freigegeben worden. 

Beeindruckt von der Schnelligkeit beim Hallenbad-Bau

Ohrmann sagte, dass die CDU-Fraktion beeindruckt sei von der Schnelligkeit, mit der das Hallenbad in Ütterlingsen errichtet wurde. Dort hatte ein Generalunternehmen im Auftrag des Bäderbetriebs das Bad in Rekordzeit gebaut. Die CDU habe deshalb die Verwaltung um Prüfung gebeten, ob nicht auch ein solches Investorenmodell eine Möglichkeit sei, schnell und preisgerecht ein Gerätehaus am Grasacker zu bauen. 

Diese Gebäude am Grasacker sollen abgerissen werden, um ein Feuerwehrgerätehaus zu bauen.

Dass sich die Bürgermeisterin jetzt für ein selbst gesteuertes Bauprojekt ausgesprochen hat, habe sie sicher nicht „ausgewürfelt“. Vielmehr werde die Verwaltung für die Ratssitzung am 28. September wohl eine Vorlage bringen, in der diese Entscheidung fachlich begründet wird: „Die Verwaltung wird ein Ergebnis unseres Prüfauftrags haben und es uns vorstellen.“ 

Kein Misstrauen gegen die städtische Bauabteilung

Der Gedanke an einen privaten Bauherren für das Feuerwehrgerätehaus habe auch nichts damit zu tun, dass das Werdohler Bauamt personell unterversorgt ist und den Planungen strukturell nicht gewachsen sein könnte. Auf keinen Fall bedeute die Prüfung eines privaten Investorenmodells ein Misstrauen gegenüber der städtischen Bauabteilung. 

Ohrmann betonte von sich aus, dass es keine Verzögerungen beim Bau des Gerätehauses geben dürfe: „Das muss unbedingt voran gehen.“ Die Ungeduld der Freiwilligen könne er deshalb verstehen. Warum es am Dienstagmorgen zu der Demonstration vor dem Rathaus kam, wisse er nicht. Der Protest der Feuerwehr hatte sich gegen die Verwaltung gerichtet.

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