Carl Ellis und Gitarrist Len Mette begeistern

Andrea Cambiolo genoss die Stimmung ebenso, wie die übrigen 100 Besucher des Gigs. „Ich hätte noch viel mehr Karten verkaufen können“, sagte die Restaurant-Chefin im Vorfeld.

Werdohl -  „Ich hätte auch die doppelte Anzahl an Karten verkaufen können“, so Restaurant-Chefin Andrea Cambiolo. Doch für das Konzert des Londoner Sängers Carl Ellis war die Anzahl der Tickets auf 100 Stück limitiert.

Doch alle, die am Samstagabend ins Culo del Mondo nach Rentrop gekommen waren, haben sicherlich eine denkwürdige Veranstaltung erlebt. Carl Ellis, der sechs Jahre im Andrew Lloyd Webber-Musical Starlight Express gesungen hat und zudem im Jahr 2015 in der Casting-Show „The Voice of Germany“ aufgetreten ist, wusste das Publikum sowohl mit seiner Stimme als auch mit seiner Bühnenpräsenz zu begeistern. 

An seiner Seite spielte der Gitarrist Len Mette. Als Motto des Auftritts hatten die beiden Musiker den Begriff Dankbarkeit („Grateful“) gewählt; befinden sich beide doch auf der gleichnamigen Tour durch Spielstätten in ganz Deutschland. In diesem Sinne war es Len Mette, der einen Bogen zu seiner eigenen Biografie spannte und dem Publikum einen kleinen Einblick in seine Gefühlswelt gewährte. Vor ein paar Jahren habe er unter den Folgen eines Burn-Out-Syndroms gelitten. Während einer zwei Jahre andauernden Depression „ging gar nichts mehr“. Jetzt sei aber alles wieder toll und er sei fit. Dennoch habe ihm vor allem die Musik einen Weg aus dieser dunklen Zeit gewiesen. So schwang in dem rund zweistündigen Auftritt das Thema „Liebe, Leidenschaft und Glaube“ immer wieder mit.

Los ging es mit Stücken aus den Musicals König der Löwen („Circle of Life“) und Starlight Express („Du Allein“). Letzteres sang Carl Ellis, der immer wieder den Kontakt zum Publikum suchte, auf deutsch, ebenso wie die Songs von Andreas Bourani („Auf uns“) und Xavier Naidoo („Ich kenne nichts, dass so schön ist wie du“). Neben den Balladen deutschsprachiger Künstler passten auch die beiden Seal-Songs „Love’s Divine“ und „Kiss from a rose“ perfekt in die stimmliche Bandbreite des Musical-Sängers. Spätestens mit dem Robie Williams-Hit „Angels“ änderte sich die Stimmung im Saal. Während die Gäste zuvor dem Konzert eher passiv folgten, wurden nun die Arme im Rhythmus der Musik bewegt. Und spätestens als das Konzert auf das Finale zusteuerte und Carl Ellis „Sex Bomb“ von Tom Jones anstimmte, hielt es niemand mehr auf den Sitzen. Vor der kleinen Bühne durfte dann auch ausgelassen getanzt werden. Nach drei Zugaben war Schluss und der Sänger verabschiedete sich auf seine Weise: „You were so nett“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare