Landtagspräsidentin Carina Gödecke bummelt durch Werdohl

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Landtagspräsidentin Carina Gödecke ließ sich Montagmorgen von Heiner Burkhardt das Stadtmuseum zeigen. Gödecke war vom Landtagsabgeordneten Michael Scheffler (zweiter von links) eingeladen worden, die Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag kam hinzu. Städtischer Vertreter war der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf.

Werdohl - Auch wenn es ein Ereignis war, das in die Zeit des Landtagswahlkampfes fällt, gehört der Besuch der NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödecke am Montag in Werdohl zu ihren direkten Aufgaben: Das Düsseldorfer Parlament draußen im Land und bei den Menschen zu vertreten.

Auf jeden Fall war der Parteien-Proporz hergestellt, auch wenn er gestern gar keine Rolle spielte. Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Heiner Burkhardt, zeigte Gödecke das Stadtmuseum. Burkhardt ist CDU-Mitglied und war früher sogar mal Bürgermeister-Kandidat.

Gödecke ist SPD-Landtagsabgeordnete aus Bochum und Landtagspräsidentin, weil die Mehrheitsfraktion im Landtag diesen Posten besetzen darf. Nach dem Museumsbesuch nahmen Gödecke und der SPD-Wahlkämpfer Michael Scheffler sowie die Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag an einem verkürzten Stadtbummel teil. Der wird von Udo Böhme und Andreas Späinghaus vom Heimat- und Geschichtsverein geleitet, letzterer ist bekanntlich Ortsvereinsvorsitzender der SPD, beide sitzen im Rat. In Vertretung der Bürgermeisterin nahm Dirk Middendorf als stellvertretender Bürgermeister an der Besichtigung teil, Middendorf ist CDU-Ratsherr.

Aber wie gesagt, Parteipolitik spielte am Montag nicht einmal im Ansatz eine Rolle beim Informationsbesuch der Landtagspräsidentin. Sie reise herum, um das „Gefühl für die Menschen in unserem Land zu behalten“. Die Bochumerin wolle auch in Kontakt mit den unterschiedlichen Regionen und Verhältnissen in Nordrhein-Westfalen bleiben. In zwei früheren Sommerreisen habe sie alle Erinnerungsorte im Land besucht. Am Montag zeigte sie sich sehr interessiert an der Werdohler Geschichte, die Heiner Burkhardt im Stadtmuseum anschaulich und informativ vorstellte.

Gödecke hatte zuvor das Ehrenamt in NRW gelobt, diese Wertschätzung gab Burkhardt, selbst Ehrenamtler, weiter: „Ohne Ehrenamt wäre in Werdohl nicht viel los, das ist ja auch das Schöne in so einer kleinen Stadt.“ Gödecke: „Ehrenamt übernimmt nicht nur das, was die Stadt finanziell nicht leisten kann.“ Was sie bei Ehrenamtlern an Freude, Lachen und Leidenschaft erlebe, könne niemand bezahlen.

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