Buswartehäuschen an der Fichtenstraße kreativ gestaltet

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Fahrgäste, die an der Fichtenstraße auf den Bus warten, sitzen jetzt quasi im Birkenwald.

Werdohl - Werdohler, die im Buswartehäuschen der Haltestelle Rodt an der Fichtenstraße die Zeit bis zur Abfahrt verbringen, sitzen quasi mitten im Laubwald: Anwohner haben den Unterstand am Freitag gemeinsam mit der Werdohler Kuba-Leiterin und Künstlerin Annette Kögel verschönert.

Bürgermeisterin Silvia Voßloh ist es bekanntlich ein großes Anliegen, die Stadt Werdohl zu verschönern. „Deshalb habe ich Annette Kögel gebeten, sich für diese Haltestelle etwas einfallen zu lassen“, berichtete Voßloh am Montag, als das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Und nicht nur das: Die Bürgermeisterin klingelte an vielen Haustüren im Bereich der Fichtenstraße, berichtete von dem Vorhaben, das Wartehäuschen zu verschönern – und bat die Werdohler um Unterstützung.

Und sie wurde nicht enttäuscht: Zahlreiche Anwohner steuerten Geld bei, um das Projekt realisieren zu können. Einige waren darüber hinaus sofort bereit, Annette Kögel zur Hand zu gehen.

Ein Dankeschön sprach Silvia Voßloh nicht nur Kögel und den Anwohnern aus, auch an Malermeister Christian Maus – er hat das Projekt subventioniert – ging ein großes Lob: Bevor die Künstlerin und ihre Helfer aktiv werden konnten, sorgte er für dafür, dass die Wände und die Decke des Wartehäuschen frisch gestrichen wurden. Schadhafte Stellen beseitigte der Malermeister. „Ich habe Grund reingebracht“, sagte Maus, der das Ergebnis nach dem Einsatz der Projektgruppe am Montag eingehend bewunderte: „Eine wirklich tolle Idee.“

Dem konnten sich Silviea Voßloh und die Anwohner nur anschließen: Wo vorher Dreck und einige Schmierereien zu sehen waren, zieren jetzt Birkenstämme und Waldboden die Innenwand. Der Clou: Hinter dem Wartehäuschen wachsen tatsächlich einige stattliche Birken, deren Äste den Unterstand überragen. Es wirkt, als ob die aufgemalten Stämme die Baumkronen tragen würden. So kam es dazu, dass an der Fichtenstraße kurzfristig ein ein Birkenwäldchen entstanden ist.

„Es ist das erste Mal, dass es mit der Hilfe der Anwohner gelungen ist, ein solches Projekt zu realisieren“, wies Voßloh auf die Unterschied zu den bisherigen Aktionen an Buswartehäuschen hin. Die Bürgermeisterin hofft nun, dass sich in anderen Stadtteilen Nachahmer finden. Sie verspricht: „Wenn Werdohler so etwas in Angriff nehmen möchten, werde ich sie auf jeden Fall bei der Umsetzung unterstützen.“

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