Tempokontrolle ist ein lohnendes Geschäft

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Mobiles Blitzgerät

Werdohl - Ein „Stundenlohn“ von 220 Euro kommt heraus, wenn man Aufwand und Ertrag der mobilen Geschwindigkeitsmessung berechnet, die der Märkische Kreis im vergangenen Jahr in Werdohl durchgeführt hat. Rund 146 Stunden haben die Kontrolleure an Lenne und Verse zugebracht und dabei die Geschwindigkeit von genau 32 200 Fahrzeugen gemessen. Dabei haben sie 970 (3 Prozent) Tempoverstöße festgestellt. Diese Zahlen hat die Bußgeldstelle des Kreises auf Anfrage der Redaktion genannt.

Legt man für die 926 verhängten Verwarngelder durchschnittlich 30 Euro und für die 44 Ordnungswidrigkeiten im Mittel 100 Euro zugrunde, ergeben sich Einnahmen von rund 32 000 Euro.

Schwerpunkte der Tempokontrollen waren die Bundesstraße 236, die Innenstadt und der Höhenweg sowie die B 229 im Versetal. Auf der B 236 am Kettling beispielsweise wurden bei 43 Messungen insgesamt 9598 Fahrzeuge kontrolliert, von denen 183 (1,9 Prozent) zu schnell waren. In 171 Fällen blieb es bei einem Verwarngeld, weil sich die Verstöße in Grenzen hielten, in zwölf Fällen waren die Fahrer so schnell, dass sie eine Ordnungswidrigkeit begangen haben und mit einem Bußgeld belegt wurden.

Ergiebige Messungen in Eveking

Am anderen Ende der Stadt, auf der B 236 in Ütterlingsen, Wilhelmsthal und Dresel, wurden im Laufe des Jahres 5433 Fahrzeuge kontrolliert. Zu schnell waren 84 (1,5 Prozent); 80 Mal blieb es beim Verwarngeld, vier Mal wurde ein Bußgeld verhängt.

Ziemlich ergiebig waren die Messungen für den Märkischen Kreis auch auf der B 229 in Eveking. Dort wurden an 44 Tagen insgesamt 12 546 Fahrzeuge kontrolliert, von denen 576 (4,6 Prozent) zu schnell waren. Das hatte 553 Verwarngelder und 22 Bußgelder zur Folge.

Viele Raser auf der Stadionstraße

Auf dem Höhenweg beziehungsweise dem Nordheller Weg (L 655) passierten innerhalb von insgesamt achteinhalb Stunden genau 3000 Fahrzeuge die verschiedenen Messstellen. 31 (1 Prozent) waren zu schnell, davon 30 im Verwarngeld-Bereich.

In der Innenstadt standen die Messgeräte an sechs verschiedenen Stellen an der Stadionstraße, der Freiheitstraße, der Mozartstraße, der Feldstraße und der Goethestraße. Innerhalb von etwas mehr als 23 Stunden wurden 1623 Fahrzeuge gemessen. Zu schnell waren 96 (5,9 Prozent). 92 Fahrer kamen mit einem Verwarngeld davon, vier mussten ein Bußgeld bezahlen.

Prozentual am meisten Tempoverstöße gab es bei den Kontrollen auf der Stadionstraße, bei denen die talwärts fahrenden Autos überprüft wurden: Etwa jedes sechste Auto (15,5 Prozent) fuhr dort zu schnell.

Kein Temposünder auf der Mozartstraße

Auf der Mozartstraße erwischte der Kreis dagegen nicht einen einzigen Temposünder. Kein Wunder: Während des gesamten 43-minütigen Messzeitraums passierte auch kein einziges Fahrzeug die „Radarfalle“.

Nicht enthalten sind in all diesen Zahlen übrigens die Werte der stationären Messanlagen am Nordheller Weg (Rodt), bei Neuenhaus und in Dresel. Die letzten beiden waren auch das ganze Jahr über nicht in Betrieb, weil es dort Probleme mit den Sensoren in der Fahrbahn gibt.

Gesprengter "Blitzer" repariert

Am Nordheller Weg wurden während zwei Messzeiträumen – zwischen Mitte August und Mitte September sowie zwischen dem 20. November und dem 18. Dezember – knapp 315 000 Fahrzeuge kontrolliert. Davon waren gerade einmal 259 (0,08 Prozent) zu schnell. Der schnellste Fahrer war mit 76 km/h unterwegs, obwohl dort nur 50 km/h erlaubt sind. Der „Blitzer“ ist übrigens inzwischen repariert, nachdem ihm Unbekannte über den Jahreswechsel mit einem Silvesterböller zugesetzt hatten.

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