Wenden bislang nicht möglich

Busprobleme am neuen Hallenbad in Werdohl

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Die Container werden versetzt, die Pfosten verschwinden: Spätestens im Januar sollen an dieser Stelle Schulbusse verkehren können.

Werdohl – „Eine glückliche Lösung ist das für uns momentan nicht gerade“, erklärt Maria Apprecht, die Leiterin der Katholischen Grundschule St. Michael.

Die Drittklässler, die mit dem Bus zum Schwimmunterricht ins neue Hallenbad in Ütterlingsen fahren, müssen jeweils ein ganzes Stück an der viel befahrenen Bundesstraße entlanglaufen, bevor sie das Bad erreichen: Es gibt für den Busfahrer am Schwimmbad keine Wendemöglichkeit. 

„Jeweils drei Aufsichtspersonen müssen die Kinder begleiten, sonst ist es einfach zu gefährlich“, stellt Apprecht fest. Das sei, insbesondere wenn es an der Schule Krankheitsfälle gebe, nicht einfach. „Aber da die Kinder dringend Schwimmunterricht benötigen, nehmen wir das in Kauf – zumal nach einer Lösung für das Problem gesucht wird.“ 

Im Gänsemarsch zum Schwimmbad

Auch die Kommunalpolitiker beschäftigt dieses Thema rund um das jüngst neu eröffnete Hallenbad. Während der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung hatte CDU-Mitglied Uwe von Malotki die Situation in der vergangenen Woche beleuchtet: „Wenn die Kinder zum Schulschwimmen wollen, hält der Bus momentan am Autohaus. Von dort aus zockeln sie im Gänsemarsch zum Schwimmbad. Das ist sehr unglücklich“, stellte der Christdemokrat fest. 

Einbahnstraße statt Sackgasse: Damit Busse wenden können, will die Verwaltung den Fahrzeugen eingangs der Stettiner Straße parallel zur Bundesstraße 236 die Durchfahrt ermöglichen.

Das Problem betreffe nicht nur die St.-Michael-Schüler, sondern sämtliche Fahrschüler, die zum Schwimmen ins Hallenbad kämen, erklärte Bürgermeisterin Silvia Voßloh. „Die Busfahrer können am Freibad nicht wenden. Sie handhaben die Sache bisher unterschiedlich“, sagte Voßloh. Sie unterstrich: „Wir arbeiten bereits an einer Lösung.“ Denkbar sei, dass eine Wendemöglichkeit geschaffen werde oder die Busse demnächst sogar bis Dresel fahren würden, um dort zu wenden. 

Lösungsvorschläge

SPD-Ratsherr Andreas Späinghaus schlug vor, dass die Busse in die Stettiner Straße und dann nach links in die Stichstraße – eine Sackgasse – fahren könnten, um von dort aus rückwärts zu rangieren und zu drehen. Dass dies möglich sei, habe er bei Reisebussen beobachtet, die Sportler zum Internationalen Schwimmfest nach Werdohl gebracht hätten. 

Möglich sei das vielleicht, aber für die Fahrer der MVG-Busse (Märkische Verkehrsgesellschaft) nicht erlaubt, erläuterte Klaus-Peter Frick: „Die dürfen aus Sicherheitsgründen nicht rückwärts fahren“, so das WBG-Mitglied. 

Stadt hat eine Lösung gefunden

Auf Anfrage der Redaktion berichtete Fachbereichsleiter Thomas Schroeder jetzt, dass inzwischen bereits eine Lösung für das Problem gefunden worden sei: Für die Busfahrer werde eine Wendemöglichkeit geschaffen. Geplant sei, dass die Fahrer in die von Späinghaus benannte Stichstraße fahren, die dann aber keine Sackgasse mehr sein soll. „Die Pfosten werden entfernt und die Grüncontainer versetzt“, erklärte Schroeder. Einer der Container solle an einer anderen Stelle im Stadtteil platziert werden, die übrigen Container wolle man am aktuellen Standort so umsetzen, dass die Busfahrer dadurch nicht behindert würden. „Das ist eine optimale Lösung. So werden wir eine Einbahnstraßenregelung schaffen, die das Wenden ermöglicht“, erklärte der Fachbereichsleiter. 

Der Plan solle so schnell wie möglich umgesetzt werden, spätestens aber im Januar nach den Weihnachtsferien könnten die Grundschüler direkt gegenüber des Hallenbades in den Bus ein- und aussteigen – und mit Hilfe der Ampelanlage sicher die Straße überqueren.

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