Buntes Treiben mit Spaß für Groß und Klein

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Bei einem Kaffee hielten diese drei Ütterlingserinnen ein gemütliches Pläuschen.

Werdohl -  Mit einer Polonaise zieht Maria Lohmann mit ihren Dancing Cats sowie ihrer Hip-Hop-Gruppe durch das Publikum. Diese sitzen auf den Bierbänken, stehen auf dem Gelände und tummeln sich an den Ständen. Es hätten mehr kommen können. Die Tatsache, dass am ganzen Tag der Himmel mit Wolken bedeckt war, hatte wohl einige Ütterlingser davon abgehalten, das zweite Stadtteilfest zu besuchen. Geboten aber wurde viel.

Quartiersmanagerin Silke Kreikebaum zog, wenn sie nicht gerade tanzende Kinder und Jugendliche fotografierte, durch die Reihen. Dabei hatte sie ein großes Einmachglas – prall gefüllt mit Schlüsseln. „Wenn die Woge-Mieter schon wegen des Festes den Parkplatz hier nicht benutzen können, habe ich mir gedacht, lasse ich sie am Wochenende auch nicht in ihre Wohnungen“, flachste sie. „Da habe ich halt all ihre Schlüssel eingesammelt.“

Tatsächlich ging es darum, die Zahl der Schlüssel im Glas möglichst genau zu schätzen. Die besten Tipps wurden mit Werdohler 10ern belohnt. So mancher ließ sich bei Kaffee, Kuchen, Kaltgetränken, Würstchen und Waffeln eine Schätzung entlocken. Vorzugsweise Erwachsene versuchten ihr Glück.

Der Nachwuchs dagegen stand lieber Schlange an der aufblasbaren Kletterwand – oder die Mädchen und Jungen enterten die Hüpfburg, der bei all dem Ansturm ein ums andere Mal die Luft ausging. Der Motor wurde aber stets von Kreikebaum und ihrem Team wieder in Gang gebracht, die Burg gegebenenfalls ein paar Zentimeter verschoben, damit sie erneut an dem ihr zugedachten Platz war.

Engagenment nicht selbstverständlich

Die Quartiersmanagerin erläuterte: „Hüpfburg, Kletterwand und das Sicherungsteam an letzterer wurden mit Mitteln aus dem Stadtumbau West finanziert.“ Alles andere an dieser zweiten Auflage des Ütterlingser Stadtteilfestes war von Ehrenamtlichen unentgeltlich erbracht worden.

Das würdigte der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf auch entsprechend in seinem Grußwort: „Ein Stadtteil erzeugt hier und heute ein Wir-Gefühl. Darüber freue ich mich“, sagte er – und schob hinterher: „Das ist nämlich nicht selbstverständlich.“

Unterstützung gab es für das Fest auch von den umliegenden Geschäften und auch von Vereinen. Nicht nur Maria Lohmann vom DJK TuS Westfalia Werdohl gehörte dazu. Für Brat- und Currywürste am Grill sorgte beispielsweise die Reservisten-Kameradschaft Werdohl-Neuenrade. In Uniform und mit guter Laune versorgten sie die Hungrigen.

Erster Auftritt nach kaum zwei Wochen

Für den süßeren Zahn gab es ein paar Meter weiter frisches Popcorn. Am selben Stand konnten sich die Jugendlichen und Kinder selbst bunte Buttons gestalten. Im Friseurladen wurden nicht nur Haare geschnitten, sondern auch glückliche Kindergesichter geschminkt. So mancher kleiner Stadtteilfest-Besucher verwandelte sich derart in einen Piraten oder eine Prinzessin. Und in der Physiotherapie-Praxis präsentierte sich eine Reha-Sport-Gruppe.

Getanzt hatten zu Beginn des Festes übrigens auch die Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen der Martin-Luther-Grundschule. Gemeinsam mit Eva Ossenberg und Freiwilligen aus dem Publikum absolvierten sie eine Mischung aus Aerobic und Fitness. Ossenberg – Mutter von einem Grundschüler – leitet an der Schule seit Beginn des neuen Schuljahres eine AG. Das heißt: Die Schüler hatten erst einmal proben können, die Ferien endeten vor kaum zwei Wochen.

Der Ütterlingser Kindergarten Wunderkiste schließlich bot noch einen Bewegungsparcours auf dem Gelände an, der mit Tretautos bewältigt werden wollte.

Von Michael Koll

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