Städte sehen sich gerüstet

Bundestagswahl 2021: Immer mehr Briefwähler

Nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr, erwarten die Wahl-Verantwortlichen in Werdohl und Neuenrade für die Bundestagswahl noch einmal mehr Briefwähler.
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Nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr, erwarten die Wahl-Verantwortlichen in Werdohl und Neuenrade für die Bundestagswahl noch einmal mehr Briefwähler.

Der Countdown läuft: Eineinhalb Wochen sind es noch, bis die Bürger am Sonntag, 26. September, mit zwei Kreuzchen entscheiden sollen, wie sich die nächste Bundesregierung zusammensetzt.

In Werdohl und Neuenrade haben viele schon jetzt ihre Stimme per Briefwahl abgegeben.

Andrea Mentzel, die sich in der Stadt an Lenne und Verse um die Organisation der Wahl kümmert, berichtet, dass die Nachfrage bei den Briefwahlen zwar hoch, aber – anders als in vielen anderen Städten – nicht extrem überhöht sei. Allgemein setze sich der Trend hin zur Briefwahl fort, der sich schon bei vorherigen Wahlen abzeichnete.

Fünf Briefwahlbezirke in Werdohl

In Werdohl gibt es fünf Briefwahlbezirke, die mit jeweils acht Wahlhelfern besetzt sind. Die Zahl der Helfer musste trotz der höheren Nachfrage nicht aufgestockt werden, berichtet Mentzel. „Wir sind gut aufgestellt“, sagt sie. Bislang liegen 4055 Briefwahlanträge bei der Verwaltung vor, 11 194 Werdohler sind berechtigt, an der Bundestagswahl teilzunehmen. Die Briefwahlbeteiligung liegt demnach bisher bei gut 36 Prozent.

Etwas weniger Briefwahlanträge gibt es in Neuenrade. Wie Frank Staffel, stellvertretender Hauptamtsleiter und Wahlbeauftragter der Stadt, berichtet, haben bislang etwa 3000 Wähler ihre Anträge auf Briefwahl eingereicht – bei rund 8500 Wahlberechtigten. „Die ersten Tage waren ziemlich doll“, spricht Staffel von einer regelrechten Flut, die abgearbeitet werden musste.

Rund 1000 Anträge gleich in den ersten Tagen

Rund 1000 Briefwahlanträge seien schon in den ersten Tagen nach dem Verschicken der Wahlbenachrichtigungen eingegangen. Einige Bürger in Neuenrade hätten auch bereits gewählt. Um die große Nachfrage bewältigen zu können, hat sich die Stadt in diesem Jahr anders aufgestellt. „Wir haben schon im Vorfeld einen vierten Briefwahlbezirk mit acht Wahlhelfern eingerichtet“, sagt Staffel. Zuletzt hatte es drei Bezirke gegeben.

Inzwischen sei wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt, sagt Staffel. Etwa 30 Anträge gingen jetzt noch jeden Tag ein. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren habe gezeigt, dass die Nachfrage zunehmend nachlässt, je näher der Wahltag kommt. Deshalb geht Staffel auch nicht davon aus, dass es einen zweiten großen Run geben wird. Dass die Briefwahlnachfrage so groß ist, führt er unter anderem auf die Corona-Pandemie zurück. Aus Gründen des Infektionsschutzes hätten schon im vergangenen Jahr bei der Kommunalwahl viele Bürger den Gang zur Wahlurne gemieden und ihr Kreuzchen zu Hause gesetzt. Dabei hätten vermutlich auch viele festgestellt, wie komfortabel die Briefwahl ist und würden nun dabei bleiben.

Lagerung der Briefe kein großes Problem

Die Lagerung der Briefe im Rathaus stelle kein großes Problem dar. Sie müssen sicher aufbewahrt werden. Erst bei der Auszählung am Wahltag dürfen die Helfer sie öffnen. „Ob wir 2800 Briefe verwahren – wie bei der letzten Wahl – oder 3400, macht keinen großen Unterschied“, so Staffel.

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