Keine Kandidatur mehr

Bundesabgeordnete aus dem MK hat genug von der Politik

Dagmar Freitag
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Dagmar Freitag

Sie hat drei Regierungschefs erlebt. Jetzt hat eine langjährige Bundestagsabgeordnete aus dem Märkischen Kreis genug von der Politik. Zur Bundestagswahl im nächsten Jahr will sie nicht mehr antreten.

Märkischer Kreis - Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag wird zur Bundestagswahl im nächsten Jahr nicht wieder antreten. Das hat die Politikerin aus Iserlohn am Montag bekannt gegeben.

„Dieser Entschluss stand für mich bereits seit der letzten Wahl im Jahr 2017 fest und hat sicher auch niemanden in der märkischen SPD überrascht. Aber in den vergangenen Tagen habe ich auch offiziell den SPD-Unterbezirksvorsitzenden Gordan Dudas sowie die Vorsitzenden der Ortsvereine meines Wahlkreises informiert”, teilte Freitag mit.

Abschied aus freien Stücken

Damit setzt die langjährige heimische Bundestagsabgeordnete ihre persönlichen Planungen in die Tat um. „Mir ist wichtig, dass ich aus freien Stücken die Politik verlasse und sich nun auch wieder Möglichkeiten eröffnen, privaten Erwägungen wieder etwas mehr Raum geben zu können”. Aber bis zur Bundestagswahl 2021, und dieser Hinweis ist der 67-Jährigen wichtig, stehe sie den Bürgern gemeinsam mit ihrem Team weiterhin für Fragen, Auskünfte und Hilfestellungen zur Verfügung.

Wahl 2013 war ein Krimi

Dagmar Freitag ist seit 1994, als sie ihr Mandat über die NRW-Landesliste holte, Abgeordnete des Deutschen Bundestags. Danach war sie sechs Mal direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises MK II (bis 2002 Wahlkreis MK I), zu dem auch Altena, Nachrodt-Wiblingwerde, Werdohl, Neuenrade, Balve und Plettenberg gehören. Ein wahrer Krimi war die Stimmenauszählung nach der Bundestagswahl 2013, als Freitag den Wahlkreis mit nur 54 Stimmen Vorsprung vor der CDU-Kandidatin Christel Voßbeck-Kayser (Altena) gewann. Das entsprach einem Vorsprung von gerade einmal 0,04 Prozent.

Sport und Außenpolitik

Neben der Sportpolitik legte die Abgeordnete Dagmar Freitag einen weiteren Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit auf die Außenpolitik. Seit 2009 ist sie ordentliches Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Mitglied der parlamentarischen Versammlung der Nato sowie seit 2013 stellvertretende Außenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.

Im Wahlkreis Olpe/Märkischer Kreis I hat in der vergangenen Woche der CDU-Abgeordnete Dr. Matthias Heider angekündigt, sich bei der Bundestagwahl 2021 nicht mehr um ein Mandat bewerben zu wollen. Er hatte seinen Wahlkreis drei Mal in Folge direkt gewinnen können.

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