Bürgerstammtisch zieht Bilanz

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Trotz der drei Mülleimer sei der Holzunterstand am Spielplatz Goethestraße regelmäßig verdreckt.

WERDOHL ▪ Mit Handschuhen, Greifern und Müllbeuteln ausgestattet haben die Mitglieder des Werdohler Bürgerstammtisches dem Unrat auf dem Brüninghaus-Platz und auf dem Spielplatz an der Goethestraße in den vergangenen acht Wochen den Kampf angesagt. Am Wochenende waren sie zum vorerst letzten Mal unterwegs. „Es ist nicht mehr so schlimm, wie es mal war“, zieht Manfred Hoh vom Bürgerstammtisch eine erste Bilanz der Reinigungsaktion im Innenstadtgebiet.

„Wir wollten die Bürger dafür sensibilisieren, sich für die Sauberkeit in der Stadt einzusetzen“, erklärte Manfred Hoh am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung. Und das erhoffte Prinzip „Wo nichts ist, wirft man auch nichts hin“ habe sich zumindest auf dem Brüninghaus-Platz teilweise bewährt. Nach der ersten Reinigungsaktion Ende März sei der Zustand auf dem zentralen Innenstadtplatz „Okay“ gewesen, freut sich Hoh über den Erfolg. Der Müll sei dort im Laufe der vergangenen Wochen weniger geworden.

Sorgen bereitet den Bügerstammtischlern allerdings die Situation auf dem Spielplatz an der Lenne-Promenade. „Obwohl an dem dortigen Holzunterstand drei Mülleimer angebracht sind, werfen die Leute ihren Unrat einfach auf den Boden“, ärgert sich Hoh. Leere Wodka-Flaschen und Scherben hätten er und seine Mitstreiter in den vergangenen Wochen am Rande des Spielplatzes regelmäßig gefunden und beseitigt. Jeweils eineinhalb bis zwei Stunden waren die rund 20 Stammtischler und einige Privatleute, die die Sauberkeits-Initiative tatkräftig unterstützten, an den vergangenen Samstagen und auch mal sonntags in wechselnden Besetzungen für die gute Sache unterwegs.

Bereits Anfang Januar diskutierten die Stammtischler über den Dreck in der Stadt. Vertreter des Ordnungsamtes hatten damals deutlich gemacht, dass für konkrete Reinigungsmaßnahmen die finanziellen Mittel fehlen würden. Weil die Stammtischler es damals nicht bei der Diskussion belassen wollten, griffen sie in den vergangenen acht Wochen nun selbst in ihrer Freizeit zu Handschuhen und Greifern, um den Unrat, den unachtsame Zeitgenossen statt in die dafür vorgesehenen Behälter einfach in die Rabatten oder auf die Grünflächen warfen, zu beseitigen.

Ob die Aktion des Bürgerstammtisch künftig fortgesetzt oder wiederholt werde, konnte Hoh am Dienstag noch nicht sagen. Bei einem nächsten Treffen der Stammtischler solle dies geklärt werden. ▪ ute

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