Bürgerstammtisch bringt seine Ideen ein

Peter Lux (rechts) fungierte am Montagabend als Moderator und bedankte sich im Anschluss bei den Vertretern der Stadtverwaltung für den interessanten Austausch. ▪ Jentzsch

WERDOHL ▪ Von Winterberg im Hochsauerlandkreis bis Wetter an der Ruhr soll der geplante Radweg „Lenneroute“ führen, der im Rahmen der Regionale 2013 realisiert werden soll.

17 der mehr als 140 Kilometer langen Strecke verlaufen auf Werdohler Stadtgebiet, wie Wilfried Arlt am Montagabend den Gästen beim Bürgerstammtisch in der Gaststätte Versevörder Hof erklärte. Zu Gast waren neben dem Bürgermeister Siegfried Griebsch noch Wilfried Arlt vom Fachbereich städtebauliche Entwicklung und Rainer Gumz, der sich in der Stadtverwaltung auch um die Bereiche Tourismus und Koordinierung Bürgerengagement kümmert. Als Moderator fungierte Peter Lux, der anfangs Wilfried Arlt darum bat, den Stammtisch über den derzeitigen Stand des Projekts zu informieren. Arlt hatte eine Präsentation vorbereitet. Auf den detaillierten Zeichnungen waren die neuralgischen Punkte der Route bereits gekennzeichnet. Die Mitglieder des Bürgerstammtisches nutzten im Anschluss die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Anregungen zu liefern. Griebsch und Arlt standen Rede und Antwort und versprachen, so manche Idee im Hinterkopf zu behalten.

Bereits seit 1998 sei die Lenneroute in Planung, die Umsetzung solle aber definitiv im Rahmen der Regionale 2013 stattfinden, wie Griebsch und Arlt erklärten. Aus diesem Grund wolle sich die Stadtverwaltung auch nicht auf langwierige Prozesse mit Grundstücksbesitzern einlassen, die die Route im Bereich Ütterlingsen nicht über ihre Privatgrundstücke verlaufen lassen wollen. „Wir brauchen diesen Fahrradweg“, forderte Peter Lux und fügte an, dass die Route eine wichtige Investition in die Zukunft der Stadt sei. Die Lebensqualität würde steigen, Arbeitsplätze könnten entstehen und Touristen würden angelockt werden, meinte Lux.

Arlt zeigte in den Plänen jeweils auch eine Wunschroute auf. Diese in allen Bereichen umzusetzen, sei aber nicht ganz einfach. Straßen NRW, die Bahn, diverse Behörden, private Grundstücksbesitzer und nicht zuletzt die Stadtverwaltung müssten einen Kompromiss finden. In diesem Zusammenhang sahen die Gäste die Brücke am Baukloh, die parkenden LKW im Bereich Gewerbestraße, die Einmündung an der Gildestraße auf die Plettenberger Straße als kritisch an. Der Stadtverwaltung würde die Streckenführung von der Husberg-Brücke bis nach Elverlingsen viel stärkere Kopfschmerzen bereiten. Vorfreude herrscht derweil bezüglich der Renaturierungsmaßnahme im Bereich Versevörde. Dort soll die Verse künftig ähnlich einem Flussdelta verlaufen, ein Biotop mit attraktiven Verweilmöglichkeiten auf dem Gelände gegenüber der Tankstelle am Mühlenweg sei vorgesehen. „Schön wird es“, versprach das Stadtoberhaupt. ▪ Markus Jentzsch

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