Buntes Fest am Bahnhof mit Spiel, Spaß, Bier und Musik

Daumen hoch für Werdohl, den Bahnhof, das Wetter und das Bier: Bürgermeister Siegfried Griebsch freute sich über das Fest, seinen Fassanstich sowie die immer schöner werdende Stadt. Jochen Johannßen (im Hintergrund) freute sich mit ihm.

WERDOHL ▪ Ratsmitglieder und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zapften Bier. Die Sonne schien heller als je zuvor in diesem Sommer. „Ich fühl mich wohl hier in Werdohl“, meinte ein Sänger des Männerchores Werdohl 1847/91 auf der Bühne. Und Jochen Johannßen, einer der Geschäftsleute aus dem Bahnhofsviertel, fuhr Bürgermeister Siegfried Griebsch in einer Schubkarre spazieren. Von Michael Koll

Das behagte dem Stadtoberhaupt aber sichtlich nicht. Froh war er, dass er danach wieder auf seinen eigenen Beinen stand. Und dann stach er auch schon das Fass Bier an, auf dass alle Besucher des dritten Bahnhofsfestes, welches zeitgleich mit dem 26. Bürgerfrühschoppen am Samstag stattfand, ihre trockenen Kehlen befeuchten konnten.

Vor seiner unfreiwilligen Fahrt über das Bahnhofsgelände hatte der erste Bürger der Stadt das Fest eröffnet. Dabei berichtete er, am Nachmittag die Urkunde unterzeichnen zu wollen, mit der der Stadt der dritte Regionale-Stern erteilt werde. „Damit“, so Griebsch, „gilt es Werdohl und seine schönen Landschaften in Deutschland und darüber hinaus bekannt zu machen.“

Der Bürgermeister erklärte: „Im Moment wuseln im Bahnhof so viele Handwerker, dass Sie sich da wirklich nicht mehr bewegen können.“ Bald schon wären Ergebnisse zu sehen. Und bis dahin, hoffte Griebsch, wäre das Insel-Gebäude auch verschwunden, welches er im jetzigen Zustand als „städtebauliche Sünde“ bezeichnete.

Auf die aktuellen Diskussionen in der Stadt ging er auch noch ein: Das jüngst bekannt gemachte Sparpaket und die Ausgaben für den seit langem forcierten Stadtumbau seien „nur scheinbar ein Widerspruch“. Zum einen seien die Stadtfinanzen „schon seit bestimmt 20 Jahren desolat“. Zum anderen wirke das Programm „Werdohl an die Lenne“ dem demografischen Wandel wie auch der Abwanderung von Unternehmen entgegen, die die Stadtkasse noch weiter belasten würden.

Zu Beginn des Festes hatte der Männerchor 1847/91 auf der Bühne gesungen. Ein Sänger erklärte mit Blick auf den Bahnhof: „Der ist wohl bald einer der schönsten im ganzen Land.“ Dann stimmten die Sänger zur Freude der Zuhörer den Evergreen „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens an.

Ein weiterer musikalischer Gast war das Bahn-Orchester Altenbeken 1919 (Boa), welches die japanische Blasmusik-Komposition „Moments of Love“ anstimmte.

Rundherum wurde gegrillt und gebacken. Mädchen und Jungen vergnügten sich bei der Kinderolympiade. Es war ein rundum gelungenes Fest.

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