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Bürgermeister bittet um Hilfe bei wichtigem Projekt

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Von: Volker Griese

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Die Innenstadt wirkt an vielen Tagen wie ausgestorben. Mit vereinten Kräften soll sie wieder mit Leben gefüllt werden.
Die Werdohler Innenstadt wirkt an vielen Tagen wie ausgestorben. Mit vereinten Kräften soll sie wieder mit Leben gefüllt werden. © Volker Griese

Die Wiederbelebung der Innenstadt ist eines der wichtigsten Projekte, die Werdohls Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs in den nächsten Monaten und Jahren zu bearbeiten hat. Nach den vielen Geschäftsaufgaben, die auf die Schließung des WK Warenhauses im Sommer 2020 folgten, bekommt die Stadt fast 570.000 Euro Fördermittel des Landes, die eingesetzt werden sollen, um das Stadtzentrum wieder mit Leben zu füllen.

Werdohl ‒ Die Stadt hat daraufhin ein Planungsbüro damit beauftragt, den Revitalisierungsprozess zu begleiten. Der offizielle Startschuss zur Wiederbelebung von Werdohls Innenstadt fiel dann am 23. April, als sich rund 60 Werdohlerinnen und Werdohler in der Aula der Realschule trafen, um Ideen zu sammeln, wie Werdohls ausgeblutetes Stadtzentrum wieder mit Leben gefüllt werden könnte. Schattige Plätze in der Innenstadt, mobile Sitzgelegenheiten, Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Kinder, regelmäßige Veranstaltungen, eine Gastronomie speziell für Jugendliche, eine Naturbühne im Ludwig-Grimm-Park, Patenschaften für Grünanlagen und einiges mehr landete auf der Liste.

Es wurden Themengruppen gebildet, die sich um die Weiterentwicklung und Umsetzung der gesammelten Ideen kümmern sollen. Diese Themengruppen kommen nun Anfang August zu ihren ersten Sitzungen zusammen. Um die Verschönerung und Aufwertung der Innenstadt wird es in der Gruppe gehen, die sich am Montag, 1. August, trifft. Die Themengruppe, die sich mit der Nutzung leer stehender Immobilien als multifunktionale Räume befasst, kommt am Dienstag, 2. August, zusammen. Und am Dienstag, 9. August, trifft sich die Themengruppe, die sich Gedanken darüber machen wird, wie man wiederkehrende Veranstaltungen in der Innenstadt etablieren könnte.

Alle Sitzungen finden im Gewerbehof (Neustadtstraße 27) statt, beginnen um 18 Uhr und sollen etwa 90 Minuten dauern. In den ersten Sitzungen der Themengruppe soll es darum gehen, sich gegenseitig kennenzulernen und sich darüber zu verständigen, welche Ideen als erste in Angriff genommen werden sollen. Allerdings ist das Interesse, sich für die Revitalisierung der Innenstadt zu engagieren, nicht in allen Themengruppen gleich stark ausgeprägt.

Deshalb hat sich Bürgermeister Andreas Späinghaus jetzt in einem Schreiben an diejenigen gewandt, die sich zwar anfangs für das Projekt interessiert und auch Ideen beigesteuert haben, sich aber nicht zu einer Mitarbeit in einer der Themengruppen entschlossen haben. „Ich bedauere das sehr, weil ich glaube, dass Sie mit Ihren Ideen und Anregungen einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Projekts leisten könnten“, schreibt der Bürgermeister in dem Brief und bittet darum, ihm die Beweggründe für die Entscheidung zu nennen, nicht weiter mitzuarbeiten. Er hofft, auf diese Weise etwas über die Hinderungsgründe zu erfahren und die Werdohler, die anfangs Interesse gezeigt haben, vielleicht doch noch zu einer Mitarbeit bewegen zu können.

Auch andere Interessierte, die glauben, etwas zur Wiederbelebung der Innenstadt beitragen zu können, seien herzlich eingeladen, sich zum Beispiel per E-Mail (innenstadt@werdohl.de) oder telefonisch (Tel. 0 23 92/91 73 90) zu melden und an den Sitzungen der Themengruppen teilzunehmen, lädt Wirtschaftsförderer Haubrichs ein.

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