Bürgerbusverein Werdohl braucht neue Leute am Steuer

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Sechs Werdohler haben jetzt am Bürgerbustag in Essen teilgenommen. Zusammen mit ihrem Vereinsvorsitzenden Eint Meyer (2. von rechts) hoffen sie, dass sich bald weitere Bürgerbusfahrer finden.

Werdohl/Essen - Eine sechsköpfige Abordnung des Bürgerbus-Vereins Werdohl hat jetzt am landesweiten Bürgerbus-Treffen in der Essener Grugahalle teilgenommen. Das Dankeschön-Programm umfasste einem Talk zum Thema Bürgerbus und Ehrenamt. Nach dem Mittagsimbiss gab es die Möglichkeit zur Entdeckungstour im Grugapark.

„Die Bürgerbusse in NRW sind nicht nur ein paar Vereine, das ist eine ganze Bewegung, die viele Menschen mobil macht und die Mobilität vieler Menschen sichert“, ließ NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst durch seinen Staatssekretär Hendrik Schulte anerkennende Worte für das Engagement der Bürgerbusfahrer übermitteln. Schulte dankte den rund 1200 Bürgerbusfahrern und Vereinsmitgliedern für ihren Einsatz. „Sie sind die Freiwillige Feuerwehr des Öffentlichen Personennahverkehrs.“

In Werdohl gerate der Bürgerbusverein allerdings an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit, berichtete der Vereinsvorsitzende Eint Meyer. „Zum Jahresende hören bei uns zwei Fahrer aus Altersgründen auf, dann sind wir nur noch 14 Fahrer und eine Fahrerin“, beschrieb er die Lage in Werdohl. Weil die meisten Fahrer nur einmal pro Woche im Einsatz seien, säßen täglich zwei bis drei Fahrer zu verschiedenen Zeiten am Steuer des Kleinbusses, der an Lenne und Verse die Lücken des Öffentlichen Personennahverkehrs schließt.

„Es wird also enger, das beobachte ich schon seit einigen Monaten“, sagte Meyer, der ebenso wie seine Mitstreiter hofft, dass sich wieder einige Freiwillige finden, die den Bürgerbus hin und wieder ehrenamtlich durch die Stadt steuern.

Bürgerbusfahrer kann werden, wer mindestens 21 Jahre alt ist, einen Führerschein der Klasse B (früher: Klasse 3) besitzt und sich körperlich fit fühlt. Interessierte können sich an Eint Meyer (Tel. 0 171/2 77 49 07) wenden und weitere Informationen erhalten.

Für dieses Jahr erwartet der Werdohler Verein übrigens noch einen neuen Bürgerbus, der das vorhandene Fahrzeug ablöst, das schon fast 300 000 Kilometer auf dem Tacho hat.

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