Neue Exponate im Museum

Heiner Burghardt freut sich über ein Scherenfernrohr. - Foto: Peuckert

Werdohl -  Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, freut sich. Nach einem Aufruf, unter anderem im Süderländer Volksfreund, erhielt Burkhardt für die aktuelle Ausstellung im Stadtmuseum, einige Gegenstände aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

So sei ein Mann aus Neuenrade gekommen, um dem Museum einen Militärpass, ein Foto und ein Führungszeugnis seines Großvaters, Karl-Friedrich Stremmel, für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Eine Familie übergab einen Stapel Postkarten, die während des Krieges von der Front in die Werdohler Heimat geschickt worden waren.

Die „Kleinen Schwestern des Roten Kreuzes“ schickten Pakete an die Front-Soldaten. Eine Liste des Inhalts ist nun ebenfalls Bestandteil der Ausstellung. So durften sich die Werdohler Soldaten über selbstgemachte Mettwurst, Gedichte, eine Ausgabe des Süderländer Volksfreundes, einen Bleistift, einen Notizblock, Vaseline und Tabak freuen.

In einer Vitrine hat ein Gewehr aus dem Krieg Platz gefunden, nebenan kann ein Scherenfernrohr betrachtet werden. „Das war für die Schützengräben gedacht“, erklärt Burkhardt. Als weiteres Stück wird die erste Todesanzeige eines Werdohlers gezeigt. Sie stammt vom 4. September 1914. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um Rudolf Lohmann, der am 24. August 1914 im Alter von 27 Jahren infolge schwerer Verwundung verstorben ist.

Heiner Burkhardt ist froh, die Ausstellung mit den Exponaten bereichern zu können. Er dankt den Spendern sehr und hofft, dass sich noch weitere Menschen melden und Stücke zur Verfügung stellen. „Damit gibt es immer wieder Neues zu sehen. Keiner kann sagen, dass er schon alles kennt“, so Burghardt. Damit lohne sich ein Besuch des Stadtmuseums immer wieder. - jape

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